Siem Reap, 22.3.2017

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Siem Reap ist die große Stadt vor den Toren von Angkor. Wir haben uns schwer getan mit der Auswahl der Tour zu den Ruinen. Erst einmal mussten wir entscheiden, wie viele Tage wir uns das riesige Gelände, auf dem die zahlreichen Tempel verstreut sind, ansehen. Wir haben uns für nur einen Tag entschieden, weil wir schon ein wenig tempelphob sind. Aber schon der Eintritt für nur einen Tag ist stolz: 37$ pro Person. Dann mussten wir noch entscheiden, ob wir uns nur ein Tuk-Tuk mieten oder eine geführte Tour. Wir haben letzteres gewählt. Das war zwar teurer, aber wir wurden ausführlich informiert und zu den wichtgsten Tempeln gefahren.
Mensch könnte sehr viel zu Angkor schreiben. Aber nur so viel: Die Tempel entstanden zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert. Sie waren der Mittelpunkt des religiösen und poltischen Lebens der jeweiligen Königreiche. Jeder König ließ sich einen solchen hinduistischen bzw. buddhistischen Tempel errichten. Nach dem Niedergang des Khmerreiches wuchs der Dschungel über die Anlage. Erst die französischen Kolonialherren entdeckten die Tempel wieder. Es begann die Zeit der Plünderungen. Viele europäische Länder, aber auch Thailand und später Vietnam bedienten sich.
Vieles ist zerstört und verfallen, aber es wird kräftig restauriert und gebaut.
Wir haben uns Angkor Wat (berühmteste Anlage), Bayon (die hunderten lächelnden Gesichter) und den Tomb Raider Tempel (hier wurde Lara Croft gefilmt) angeschaut.

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Das war alles sehr informativ und wirklich beeindruckend. Der einzge Wermutstropfen: Wir wurden schon um 16.00 Uhr zu einem Tempel gefahren, von dem mensch den Sonnenuntergang sehen kann. Wir mussten so früh dort sein, weil nur 300 Menschen rauf dürfen. Leider war es bedeckt, was nicht hieß, dass die Leute nicht trotzdem hofften:

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Die Abende verbringen wir hier am alten Markt und in der Pub-Street. Der Name sagt schon alles. Die Stadt ist gefüllt mit tausenden Tourist*innen. Die wollen verpflegt werden. Und es gibt alles, was das Herz begehrt: Fruchtsäfte, hand made icecream rolls, cocktails für 1,50$, Happy hour full day, schlechte T-shirts galore,

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Am heutigen letzten Tag in Kambodscha wollen wir uns Zeit für Postkarten lassen und vielleicht noch ein Museum anschauen. Außerdem müssen Bangkok planen. Der Abend gehört natürlich der Pubstreet.

Battambang, 19.3.2017

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Heute Vormittag haben wir bei gefühlt 45°C einen weiteren Stadtspaziergang absolviert. Tatsächlich haben selbst die einheimischen heute einen besonders heißen Tag beklagt und das auf den gestrigen heftigen Regen geschoben. Die Hitze verstärkt sich mit der höheren Luftfeuchtigkeit. Das schlaue handy zeigt manchmal einen Temperaturunterschied zwischen der realen und gefühlten Temperatur an, der mehr als 12 grad beträgt. Kann das sein? (Das ist noch nicht das Kambodscha-Rätsel!)
Der Stadtspaziergang führte uns an diesem Denkmal vorbei:

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Das ist eine Friedens Naga. Sie ist jetzt 10 Jahre als. Sie besteht komplett aus Waffen, die die Battambanger*innen nach 2005 gesammelt haben, nachdem der Besitz von Waffen per Gesetz verboten wurde. Nach einem eiskalten Fruchtsaft zogen wir uns in unser Hotel zurück und planten unsere letzten eineinhalb Reisewochen. Es stehen uns noch zwei wichtige Stationen bevor: Siem Reap mit dem Wahrzeichen Kambodschas – Angkor Wat – und Bangkok. Beides will gut vorbereitet sein. Boot oder Bus nach Siem Reap? Nach intensiver Netzrecherche haben wir uns für Bus entschieden. Schon im Februar klangen die Berichte so, als ob mensch das Boot über Sandbänke schieben musste und weite Strecken zu Fuß mit Gepäck zu überwinden waren. Also fahren wir morgen mit dem Bus weiter.

Am Nachmittag besuchten wir eine cooking class. Zuerst gingen wir mit dem Senior Koch zum Markt und bekamen allerlei Wurzeln und Grünzeug und Eier erklärt. Nach dem Einkauf bekamen wir alle lustige Schürzen und Kochmützen und los gings. Lesson 1 war AMOK (mein kambodschanisches Lieblingsessen), Lesson 2 Frühlingsrollen, Lesson 3 LOK LAK. Das ist Rindfleisch/Tofu kurzgebraten mit Ei drüber und säuerlichem Dip. Lesson 4 war ein Bananen-Kokos-Nachtisch.

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Nach ca. zwei Stunden war alles fertig und wir hatten ein vierteiliges Abendbrot. Alles war köstlich und wir sind wild entschlossen es zu hause nachzukochen. Wenn uns auch die Bananenblätter fehlen werden. Die Gewürze hoffen wir im Asia-Laden zu finden.
Das ist das Amok. Ich habe es mit verschiedenen Gemüsen zubereitet, die anderen mit Fisch.

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Battambang, 18.3.2017

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Vielleicht zum letzten mal haben wir uns gestern einen Motorroller ausgeliehen. Es ist wahrscheinlich die günstigste Art hier in Kambodscha was zu sehen. Die Alternative wäre wieder ein Tuk-Tuk für den Tag zu mieten.
Zunächst sind wir zum berühmten Bambootrain gefahren. Das ist eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, auf der Motordraisinen fahren. Mensch sitzt auf einer Bambusmatte und lässt sich 5km über holprige Schienen kutschieren. Kommt auf der eingleisigen Strecke ein anderes Fahrzeug entgegen, wird die Draisine kurzerhand von den Gleisen gehoben.

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Ein tüchtger Spaß! Eher so was wie Achterbahn fahren nur ohne Berge. Wir sind uns nicht ganz einig. Ich halte es für eine Tourifalle. Zumal wir ständig aggressiv aufgefordert wurden Trinkgeld zu geben oder was zu kaufen.
Danach gings über schöne kleine Straßen zu einem Tempel auf einen Berg, der uns einen Vorgeschmack auf Ankor Watt gegeben hat. Hinauf gings über 500 Stufen.

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Dann weiter über die Dörfer und nun Sandpiste. Zu einem weiteren Berg mit Tempel und einer „Killing Cave“ (hier haben die Roten Khmer die Menschen in einer Höhle umgebracht). Wir mussten unser Moped am Berg parken, um dann aufgefordert zu werden ein Mopedtaxi zu nehmen, dass uns auf den Berg fährt. Das haben wir abgelehnt und sind hinaufgeschwitzt. Die ganze Anlage war sehr müllig und heruntergekommen. Wir haben uns geärgert, zumal wir die Höhlen und auch die angekündigten Fledermäuse nicht gefunden haben. Hätten wir doch die teuren Mopedtaxis genommen!

Wieder unten angekommen, sprang das Moped nicht an. Freundlicherweise haben sich ein paar Leute bemüht. Aber es ging trotzdem nichts mehr. Wir schoben das Moped ein paar Meter zu einer Werkstatt. Da konnte uns aber auch nicht weitergeholfen werden. Der Monteur rief den Vermieter an und eine Stunde später hatten wir ein anderes Moped.
Dann kam der seit Tagen angekündigte Wolkenbruch und wir hatten unsere erste Regenfahrt mitten in der Trockenzeit.

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Unterwegs trafen wir Kinder, die sich sehr über den Regen freuten. Unversehrt und pitschenass kamen wir im Hotel an.

Battambang, 17.3.2017

Wir sind heute noch ein Stück weiter nach Norden gefahren. Battambang ist die zweitgrößte Stadt Kambodschas mit 200 000 Einwohner*innen. Nach nur 3 einhalb Stunden Busfahrt sind wir hier angekommen und hatten noch genügend Zeit einen Stadtspaziergang self-guided zu machen. Wir wurden von einer architektonischen Besonderheit zur nächsten geleitet und bekamen von den jeweiligen Gebäuden die Geschichte vermittelt. Es war interessant und kurzweilig.
Auf diese Weise sahen wir einen buddhistschen Tempel:

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ein ehemaliges Waisenheim in einem französischen Kolonialgebäude:

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eine chinesische Schule in new khmer Architektur (60er Jahre)

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und den etwas heruntergekommenen art decò Markt:

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Kompong Chhnang 16.3.2017

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Diese Stadt liegt ca. 90km von Phnom Penh entfernt. Auf dem Weg hierher fuhren wir an den großen Textilfabriken vorbei. Es war gerade Schichtschluss und hunderte Arbeiter*innen wurden dichtgedrängt auf offenen LKWs nach Hause gefahren. Sicher waren es diejenigen, die vor 3 Jahren massenhaft für bessere Löhne streikten. Leider erfolglos. Es gab sogar Tote.
Kompong Chhnang hat der Tourismus noch nicht vollständig erreicht. Wir sind fast die einzigen Langnasen in der Stadt. Und so lernten wir hintereinander drei Tuk-Tuk Fahrer kennen. Der erste passte uns schon am Bus ab, der zweite erwischte uns im Restaurant und der dritte setzte sich beim Frühstück zu uns. Der dritte schaffte es schließlich uns zu einer Tour zu übereden.
Zunächst fuhren wir zum Fluss, dort wurden wir von einer Frau in Empfang genommen, die uns für 25$ zwei Stunden in einem kleinen Boot zu einem schwimmenden Dorf fuhr. Hier leben die Menschen auf dem Wasser. Die Häuser schwimmen auf Bambusflößen. Alles ist sehr ärmlich, aber es gibt Strom und Fernsehen. Einige Häuser sehen etwas wohlhabender aus. Es gibt Läden, eine Schule und richtige kleine Wasserstraßen. Wir sahen den Leuten beim Leben zu. Die Häuser sind alle offen. Es gibt keine Türen. Die Kinder riefen immer „Hallo“ und wir mussten immer zurückwinken. Weil sie ihr kleines Kind stillen und die größeren zur Schule schicken musste, stiegen wir kurz am Haus der Bootsführerin aus.

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Wieder am Ufer fuhren wir mit unserem Tuk-Tuk zu einem Töpferdorf. Hier wird in jedem Haus Keramik hergestellt. Das sind vor allem Krüge. Interessant war, dass die meisten nicht auf einer Töpferscheibe entsehen, sondern mit einem kleinen Holzschlägel rund geklopft werden. Das sieht sehr kunstfertig aus und wird hier schon seit 700 Jahren so gemacht.
Auf einem Hof wurde Palmzucker hergestellt. Der Saft der Palmblüte wird aufgefangen und dann in einem aufwendigen Prozess gekocht, gerührt und getrocknet.

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Schon am frühen Nachmittag waren wir wieder im Guesthouse. Zeit zum Entspannen. Für diese Nacht haben wir uns mal wieder ein Zimmer mit Klimaanlage geleistet. Letzte Nacht war es so heiß und der Ventilator so laut und windig, dass wir kaum schlafen konnten.

Kampot, 14.3.2017

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Motorrollern macht uns immer mehr Spaß! Wir haben uns heute einen hoteleigenen ausgeliehen und sind damit zuerst zu einer Höhle, dann zu einer großen Pfefferfarm – Pause an einem secret lake – und schließlich noch über die Brücken von Kampot gefahren.
In der Höhle war eine 13jährige unsere guide, die ein tolles Englisch sprach. In ihrem Dorf geben die Mönche morgens zwei Stunden Englischunterricht und nachmittags werden sie von den Lehrer*innen in allen anderen Fächer unterrichtet. Dazwischen ist genügend Zeit, um die englischen Sprachkenntnisse an höhleninteressierten Touris auszuprobieren. Das Geld spart sie für ein Studium. Wir haben sie ein bisschen ausgefragt über das kambodschanische Schulsystem. Die Kinder werden erst mit 7 Jahren eingeschult. Dann gehen sie mehrere Jahre in ihrem eigenen Dorf in teilweise jahrgangsübergreifende Klassen. Da die Schulen sehr klein sind, gibt es oft Schichtunterricht. Vormittags werden die Kleinen unterrichtet, nachmittags die Älteren. Ab 14 Jahren gehen sie an secondary schools oder fangen an zu arbeiten auf den Feldern oder in den Geschäften ihrer Eltern. Die Analphabetenrate liegt hier bei 25%.

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Das ist long pepper. Er ist viel schärfer als roter, weißer, schwarzer oder grüner. Wir haben ihn bei unserem zweiten Besuch einer Pfefferplantage kennen gelernt und gekostet. Es gab wieder einen interessanten Vortrag und eine Führung über die Farm. Der Besitzer der Farm, ein Belgier, gibt der örtlichen Schule Geld für Schulmaterialien und spendet für den Ausbau der Straße. Die hats auch unbedingt nötig, denn die eine Stunde dirt road hatte es in sich. Wir waren gut durchgerüttelt und genossen den secret lake mit diesem tollen speisenangebot:

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Morgen reisen gen Norden weiter.

Kampot 14.3.2017

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Nachdem wir vorgestern vormittag noch eine anstrengende Hitze-Wanderung im kleinen Kep-Nationalpark gemacht hatten, sind wir ins nur 25km entfernte Kampot gefahren.
Die Stadt liegt an einem Fluss und hat noch ein paar hübsch angemalte französische Kolonialbauten. Auch hier ist es heiß, aber am Flussufer ist es erträglich, insbesondere wenn abends der Wind kommt. Deshalb sind hier auch die meisten Tourirestaurants zu finden. Viele davon in der Hand von Langnasen. Eine kleine europäische Kolonie, nichts für Einheimische. Es sei denn, sie müssen hier arbeiten.
Gestern waren wir dann mal wieder auf einer organisierten Tour. Leider eine Enttäuschung. Die verspochene englischsprachige Reiseleitung beschränkte sich auf das Ankündigen der Länge des jeweiligen Besichtigungstermins. Wir waren in den Bokor-Hills, den Hausbergen von Kampot. Die Franzosen errichteten hier ein Hotel und eine Kirche für ihre Landsleute, die der Hitze Kampots entfliehen wollten. Der ehemalige Nationalpark ist für 99 Jahre an eine chinesische Firma verpachtet worden, die gleich mal ein gigantisches Hotel mit angeschlossenem Casino erbaut hat und noch weitere plant.

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Während der Befreiung durch die Vietnamesen wurde hier gekämpft. Die Vietnames*innen verschanzten sich in der Kirche, die Roten Khmer im alten Hotel. Beide Ruinen haben wir besichigt. Die Infos habe ich aus unserem Reiseführer.

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Der zweite Teil der Tour war eine abendliche Flussfahrt mit einem Holzdampfer. Wir haben zwar nur wenige der angekündigten Glühwürmchen gesehen, aber die Fahrt in die untergehende Sonne war sehr schön.

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Laosrätsel

Liebe Freunde und Freundinnen, liebe Famiie, wir wissen, ihr seid heute mit Umzug und Babysitting und Urgroßvaterbesuchen beschäftigt. Dafür und für unser Laosrätsel wünschen wir euch viel Erfolg!
Der Preis ist die Lösung des Rätsels in echt! Oder ein Platz in der ersten Reihe bei der Diashow unserer viiiiiielenn Fotos aus Südostasien. Versprochen: wir kürzen. Ihr habt die Wahl!

Was ist das?

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Kep, 11.3.2017

Dieser Ort hat es uns angetan und wir haben um einen Tag verlängert. Eigentlich ist es unsere Unterkunft, die uns so gut gefällt. Ein sehr zugewandter Brite, der hier erst eine Familie gegründet hat und dann ein Feriendomizil erstmal nur mit zwei Hütten eröffnet hat, um auszuprobieren, obs läuft. Das war vor 5 Jahren. Inzwischen hat er 3 Kinder, 9 Hütten und ca. 8 – 10 Angestellte, die uns morgens Frühstück machen (der heimatlose ist schwer begeistert von den Omelettes) und abends köstliche Khmer-Gerichte zubereiten. Amok ist mein Favorit mit Kokosmilch. Seine Unterkunft heißt Khmer Hands und sei hiermit dolle beworben!

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Wir waren heute auf Rabbit Island, einer vorgelagerten Insel. Eine halbe Stunde Bootsfahrt von Kep entfernt ist dies eine unaufgeregte Insel, auf der die Leute abhängen und mit happy hour all day gelockt werden. Da kostet dann ein Bier 0,75 ct und ein Cocktail 1,50 $. Wer es danach nicht mehr zurück schafft, kann auch auf der Insel in einfachen Hütten seinen*ihren Rausch ausschlafen. Das wollten wir alles nicht und machten uns deshalb auf eine Rundwandertour über die Insel, von unserem Reiseführer empfohlen. alle anderen, die mit uns auf die Insel fuhren, machten erstmal lecker Frühstück.

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Wir liefen zuerst im Uhrzeigersinn los, scheiterten aber nach einer halben Stunde an Mülldeponien und unzugänglicen Küstenabschnitten. Also zurück zum Ausgangspunkt und entgegen dem Uhrzeigersinn losgelaufen. Das führte und auf breitem Weg in Ufernähe an kleinen Buchten entlang, die allesamt unbenutzt waren und leider auch etwas vermüllt bzw. voller Algen, sodass wir keine Lust auf Baden verspürten. Nach ca. 4 km war Schluss. Alle sechs wanderwütigen trafen sich und versuchten sich im Pfad finden, leider ohne Erfolg. Während sich die anderen für Baden entschieden, liefen wir die 4 km zurück und landeten doch dort, wo alle waren und die happy hour genossen.
Beim Baden bissen uns die Krebse! Das Wasser war warm und wurde erst zur Abkühlung als wir am Strand in nassen Badesachen rumsaßen. (Was sagten früher unsere Eltern immer zu uns, wenn wir aus dem Wasser kamen?) Leider hat es uns weitere Sonnenbrände eingebracht.
Der Erfolg diese Tages? Die Bestätigung der Erkenntnis, dass wir keine Strandurlaubstypen sind.

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Das ist eine ziemlich reife Durian/Jack fruit.

Kep, 10.3.2017

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Manchmal sind hier die Straßen so breit wie Autobahnen und kaum ein Fahrzeug auf der Straße und manchmal kommt dir auf deinem rechten Seitenstreifen ein dicker hupender Jeep im Überholvorgang entgegen und erwartet, dass du noch weiter rechts im Sand fährst. Die Herausforderungen an uns Scooter (Moped-) -fahrer sind aber nicht wirklich hoch. In der Regel fahren wir bei ca. 30 km/h gemächlich dahin.
Zunächst sind wir wieder einmal zu einer Höhle gefahren. Dort wurden wir von Kinderguides in Empfang genommen, die für ein paar Cent durch die Höhle führen wollten. Wir mussten uns entscheiden. Das Mädchen sah sehr jung aus, war aber schon 21 Jahre alt und erzählte uns, dass sie 2 Jahre in Malaysia als Kindermädchen gearbeitet hat. Trotzdem war ihr Englisch kaum zu verstehen.
Danach sind wir zu einer Pfefferfarm gefahren. Hier wird der berühmte „Kampotpfefffer“ angebaut. Eigentlich gibt es nur 2 Pfefferarten. Roter und schwarzer Pfeffer. Beide wachsen an der selben Pflanze/ Traube Aber einige Körner sind rot, die anderen grün. Das hat nichts mit der Reife zu tun, sondern ist eine Laune der Natur. Alle Körner werden geerntet und getrocknet. Der grüne Pfeffer wird nun schwarz. Der rote Pfeffer bleibt rot, kann aber geschält werden und ist dann weiß. Alles klar?

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Aber für Supermarktpfefferkäufer*innen ist das sowieso egal, weil wir nur Ausschuss bekommen, egal ob weiß oder schwarz. Sagt jedenfalls der kambodschanische Pfefferfarmer, der aus Deutschland kommt und viel Geld für den richtigen Pfeffer will. Uns wars zu teuer.
Dann haben wir noch Salzfelder gesehen und ich war ein wenig im pisswarmen Meer baden. Den Sonnenuntergang haben wir wieder im Sailing Club verbracht. Hier gibts Sunset Cocktails für nur 2,50€, weil Happy Hour. Also haben wir jeder 2 gehabt – lecker. Aber dann stellte sich heraus, dass die Happy Hour nur Wochentags gilt. Auweia.
Ein Glück, dass wir auf den Pfeffer verzichtet hatten, sonst hätten wir den Urlaub abbrechen müssen.