30.8.2021, Poznan

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Nach einem ausgedehnten Frühstück, haben wir unser trockenes Zelt verpackt und die nasse Plane ausgebreitet. Der schöne Parkettboden ist nun recht sandig. In der Touristeninformation ließen wir uns die Zugänge zu einigen Audioguides geben. Dann liefen wir ca. 3 Stunden stumm und mit offenem Mund durch die Stadt… Ein Denkmal sollte in Anlehnung an die Geschichte vom Drachentöter den Kampf der Polen gegen den russischen Bolschewismus symbolisieren. Früher hätte der Drache noch eine Budjonny- Mütze aufgehabt. Am Nachmittag waren wir im Zitadellenpark. Ein weiträumiges Gelände, das auf den Ruinen der alten preußischen Befestigungen angelegt wurde. Die Nazis hatten Posen 1945 zur Festung erklärt. Die Bolschewisten befreiten Poznan in einem einmonatigen Kampf. 12 000 Menschen starben in dieser Zeit. Die Zitadelle gabs nicht mehr.
Heute beherbergt der Park auch zahllose Denkmäler, Kriegsgräber (auch von Bolschewisten) und 2 Militärmuseen. In einem soll der Originalpanzer der Lieblingsserie meiner Kindheit stehen: “Vier Panzersoldaten und ein Hund“. Ziemlich kriegsverhamlosend, mit polnischen Soldaten, die mit den Bolschewisten die Nazis bekämpfen und ihnen immer wieder ein Schnippchen schlagen.

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29.08.2021 Poznan

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Ruhetag in Poznan: zuerst besuchten wir diesen Betonklotz, ein interaktives Museum zur Geschichte Poznans, insbesondere der Insel auf der die Kathedrale steht. Natürlich haben wir uns im Anschluss auch noch in die Kathedrale hineingeschummelt. Zwischen zwei Gottesdiensten, heute ist Sonntag. Mit Hilfe eines Flyers haben wir uns auch noch die anderen Gebäude auf der Insel erschlossen. Hungrig und museumsmüde liefen wir zum Malta See, einem Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. Dort fühlten wir uns an den Phönixsee in Dortmund erinnert. Nur dass es hier mehr Einkehrmöglichkeiten gibt. Kinder kommen hier auch auf ihre Kosten: Sommerrodeln, Kettenkarussell, Hüpfburgen, Spielplätze und unzählige Eisbuden. Dementsprechend viele Familien waren unterwegs. Poznan punktet auch mit tollen, breiten, kilometerlangen Radwegen.
Wir sind heute 10 km gelaufen, was uns ganz gut tat.

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28.8.2021 Sierakow – Poznan 94km

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In der Nacht klarte es auf. Das bescherte uns eine kalte Nacht, aber auch blauen Himmel beim Frühstück. Leider reichte die Sonnenkraft nicht um unser Zelt zu trocknen. Wir packten ziemlich klamme Sachen in unsere Taschen.
Während der ersten Kilometer mussten wir einige kleinere Berge überwinden. Meine mangelnde Lins-Rechts-Orientierung führte zu einem 5km Umweg.
In den Orten um Chrzypsko Wielkie wurde offensichtlich ein katholischer Feiertag begangen. Kilometerlange Fahnenreihen und Wimpelketten an den Landstraßen zwischen den Dörfern wurden von der Dorfgemeinschaft aufgestellt.
Wir haben zweimal Sklep-Pause gemacht. Radler, Kuchen und Kalbaca.
Der Verkehr war mäßig. Einige Kilometer hatten wir auch Feldwege dabei. Ab ca. 15km vor Poznan fuhren wir (sehr schön) durch das Naherholungsgebiet von Poznan auf Radwegen bis in die Innenstadt. Da Samstag war, taten das auch viele Andere. Es gibt auch Fahrradraser!
Hier machen wir jetzt 2 Ruhetage. Unsere Hintern sind wund und die Stadt hat wohl einiges zu bieten. In unserem Miniappartement mit Parkett, haben wir Zelt, Schlafsäcke und div. Klamotten ausgebreitet.
Polens Inzidenz liegt bei 3! Es besteht Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Gebäuden, Geschäften usw. Kein Schwein hält sich daran. Auch Abstandsregeln werden ignoriert. Weshalb dann die geringe Inzidenz? Ganz einfach: Es gibt keine Testpflicht.

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27.08.2021 Lubniewice – Sierakow 84 km

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Die Nacht hat es fast durchgängig geregnet. Allerdings nur Nieselregen. Unsere Zeltnähte ließen glücklicherweise nur wenige Tropfen durch. Aber wir haben schlecht geschlafen. So haben wir schon um 7.30 Uhr gefrühstückt. Zur gleichen Zeit begannen die Bauarbeiter mit ihrem Tageswerk.
Wir starteten unsere Tour im Regen, der mal schwächer, mal stärker prasselte. In Miedzyrzecz (30km) hatten wir unsere erste Pause. Kuchen und Hotdog. Der Regen hatte aufgehört.
In Pszcew verließ uns der R1. Von nun an waren wir auf uns allein gestellt.

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Es kamen stärkere Anstiege, die uns forderten. Schlimmer waren die Raser. Die meiste Zeit fuhren wir auf schmalen wenig befahrenen Landstraßen. Leider nutzen einige Autofahrer diese Straßen, um alles aus ihrem Wagen herauszuholen. Komisches Gefühl, wenn so ein Gefährt mit über 100 km/h auf dich zukommt…
Ganz kurz kam zwischen 14.47 und 15.03 die Sonne raus. Ansonsten hingen dicke graue Wolken tief über uns, aber es blieb trocken.
Sierakow und das Erholungszentrum ist typisch, wie wir es schon einige male in Polen erlebt haben. Das Ambiente ist echt 80er Jahre, mit einigen Modernisierungen. Dazu Entertainment: Imbissbuden, Strand, bisschen Rummel usw. In der Saison und am Wochenende steppt hier der Bär. Aber jetzt ist es total ausgestorben. Aber die Buden, Pizzarias und Spätkaufs haben noch geöffnet. Paradiesische Zustände – totale Ruhe beim Essen, Trinken und Schlafen…

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26.08.2021 Küstrin – Lubniewice 66km

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Wir waren dann auf der polnischen Seite essen. In einem Upmarket – Restaurant. Birgit hatte Gnochi mit Mischgemüse .
Auf dem Rückweg begann es zu regnen.
Leider sind die Nähte unseres Zeltes nicht mehr dicht. Es sammelten sich Wassertropfen an der Zeltdecke. Wenn wir Eimer gehabt hätten, hätten wir sie darunter stellen können. Hatten wir aber nicht und so bildete sich eine kleine Pfütze an Birgits Kopfseite. Glücklicherweise hörte es gegen Mitternacht auf zu regnen.
Heute Morgen war es frisch, aber die Sonne kämpfte sich zeitweise durch. So hatten wir ein nettes Frühstück mit selbstgebrühtem Kaffee und frisch gefangenen Schrippen vom Fischer.
Die ersten 10km waren stärker befahrene Landstraße, aber dann ging es mit Rückenwind über Dorfstraßen. Wir hatten spätsommerliches Wetter – Sonne und Wolken. Später wurde es etwas bergig mit langgezogenen Anstiegen und Abfahrten.
Mittag gab es in einem Ressort mit deutschem Publikum (alles Angler mit mitreisenden Gattinen). Birgit hatte Risotto mit Mischgemüse.
Hier zelten wir auf einem ungemütlichen Zeltplatz mit Baustelle. Hier ist wohl bei besserem Wetter und/oder am Wochenende der Teufel los. Wir können auf eine ruhige Nacht hoffen.

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25.08.2021 Frankfurt Oder – Kuhbrücke 37 km

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Wir sind mit dem Regio vom Alex bis Frankfurt Oder gefahren und dann auf schon bekannter Strecke (vor zwei Jahren sind wir die Oder/Neiße Tour gefahren) über Lebus und Küstrin zum Fischer in Kuhbrücke, der auch eine Zeltplatzwiese hat, gefahren. 20km Deich mit Rückenwind! Es fuhr sich leicht und schnell. Nach dem obligatorischen Fischbrötchen mit Getränk bauten wir unser Zelt auf. Das muffelt leider etwas, es war zwei Jahre lang verpackt. Jetzt halten wir noch Ausschau nach alternativen Abendbrot Angeboten – hier gibt’s leider ausschließlich Fisch…

28.7.2021 Bichlbach

Wanderung vom Heiterwanger See nach Bichlbach: 7,3 km, 140 hm

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Großes Pech an unserem letzten Tag. Dauerregen. Wir wollten heute noch einmal hoch hinaus, aber daraus wurde nichts. Also fuhren wir mit dem Bus zum Heiterwanger See und liefen von dort aus den Panoramaweg zurück nach Bichlbach. Am Wegesrand entdeckten wir unten stehenden Meilenstein aus dem 19. Jahrhundert. Durchnässt und durchgefroren kamen wir in unserem Quartier an. Nach einer heißen Dusche gab es am Nachmittag viel Olympia, lesen, Fotos sortieren. Morgen fahren wir nach Berlin zurück.

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27.7.2021 Bichlbach

Wanderung nach Berwang: 12 km, 300hm

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Wir haben lange geknobelt, was das wohl ist. Wer hat eine Idee?

Nachdem wir uns gestern so anstrengen mussten, haben wir es heute echt ruhig angehen lassen. Wir wanderten am Fluss im Tal entlang, stiegen dann ein paar Meter hoch auf einem Panoramaweg und liefen dann hinunter nach Berwang. Das ist der Nachbarort von Bichlbach und voller Hotels und Pensionen für den Winter. Es ist hier bestimmt um einiges voller, wenn Schnee liegt. Wir fanden ein Café, das gerade aufmachte und schlemmerten Kuchen und saure Wurst. Leider begann es danach zu regnen, wenn auch nur leicht. Wir beschlossen, den kürzesten Weg zurück zu nehmen und kamen noch einigermaßen trocken im Quartier an. Am späteren Nachmittag kam die Sonne wieder raus und ich konnte den Rest des Tages auf dem sonnigen Balkon verbringen.

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26.7.2021 Bichlbach

Wanderung um den Heiterwanger See und den Plansee

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20km, 220m hoch und runter
Wir wollten heute flach wandern. J.s Füße haben viele Blasen und deshalb sollte es heute mal nicht un die Berge gehen. Das hat auch geklappt, aber 20km sind eine Menge. Wir fuhren mit dem Bus direkt zum Heiterwanger See und liefen ohne Verzögerung los. Erst am Ende des zweiten Sees gab es die erste Einkehrmöglichkeit. Unsere Wasserflasche hatten wir unterwegs irgendwie eingebüßt. Das war hart! Auf einer Bank mit schönem Seeblick aßen wir unsere Käsebrote und nahmen die zweite Hälfte in Angriff. Aus der Ferne hörten wir Gewittergrollen. Aber das Gewitter blieb auf der anderen Seite der Seen. Wir hatten großes Glück und blieben trocken. Bei Kilometer 15 mussten wir einen Fluss überqueren. Keine Brett und keine Sprungsteine waren da. Wir mussten unsere Schuhe und Strümpfe ausziehen und durch den eiskalten, flachen Fluss laufen. Es war unglaublich angenehm! Noch 10 Minuten später spürten wir das kühle Wasser an den Füßen. Sollten wir öfter machen! Die letzten Kilometer strengten wir uns nochmal ordentlich an und brachen unseren Geschwindigkeitsrekord, um den Bus zurück nach Bichlbach zu schaffen.Kurz nachdem wir ankamen, fing es kräftig an zu regnen.

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25.07.2021 / Lermoos

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Wanderung zur Gartneralm
12km, 700m hoch und runter

Heute war unser Abreisetag aus Lermoos. Wir wechseln unser Quartier nach Bichlbach – 8km entfernt.
Nach dem Frühstück säuberten wir unsere schöne Ferienwohnung und brachten unsere Rucksäcke in den Keller. Der Himmel war bedeckt und regnerisch. Aber das Wetter hielt, bis auf etwas mal mehr oder weniger starken Regens, der uns aber nicht durchnässte.
B. wollte den legänderen Kaiserschmarn auf der Gartneralm essen. Also stiefelten wir los, Verglichen mit gestern, war es ein Spaziergang und das Essen auf 1500m wirklich gut.
Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder in Lermoos, holten unsere Rucksäcke und fuhren mit der Bahn nach Bichlbach. Die Ferienwohnung hier ist etwas zu teuer, aber gut eingerichtet. Balkon gibts auch, aber der Blick zur Zugspitze fehlt uns.

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