18.10.19 Ceska Kamenice

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Nachdem A. einen neuen Reifen bekommen hat, gings diesmal nach Jetrichovice. Dort wanderten wir bei sehr schönem Herbstwetter in die Berge. Es ging über mehrere felsige Ausichtspunkte. Teilweise mussten wir auch über Leitern auf den Berg. Am Ende unserer Wanderung fanden wir wieder ein paar Pilze.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Pilsen und gepflegtem Essen in einer netten Kneipe.

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17.10.19 Ceska Kamenice

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Heute ging es mit dem Auto nach Mezna Louka. Wir wollten zum Prebisch Tor (Pravcicka Brana) wandern. Auf dem Hinweg fuhren wir illegalerweise durch eine gesperrte Straße, die am Ende des Tages noch eine dramatische Rolle spielen sollte.
Wir ließen das Auto auf dem Parkplatz und wanderten auf dem Gabrielensteig mit vielen anderen Menschen zum Tor. Das war sehr eindrucksvoll.
Am Nachmittag durchqueren wir die Edmundsklamm, teilweise mit einem Kahn. Der wie im Spreewald gestakt wird – auch mit den selben Witzen. Immerhin 14km haben wir insgesamt zurückgelegt.

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Mit dem Auto fanden wir eine Kneipe. Diesmal gabs endlich Pilsner Urquell vom Fass und Knödel. Es war dunkel, als wir den Heimweg antraten. Aber der gestaltete sich schwierig. Das Navigationsgerät schickte uns zur gesperrten Straße. Immer wieder, alle Versuche es auszutricksen halfen nicht. Wir gingen vollständig lost und landeten mit einem Platten vor der Absperrung im dunklen Wald. Ich sah uns schon im Auto übernachten. Aber A. hatte ein Repairkit dabei. Mit vereinten Kräften wurde Gummilösung in den Reifen getröpfelt und mit einem Minigenerator Luft reingepumpt. Das half die nächsten 10km. Dann musste wieder aufgepumpt werden. A. tat das noch ein paar mal, aber schließlich erreichten wir unsere Ferienwohnung
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16.10.19 Ceska Kamenice

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Gestern sind wir hier mit U.s Auto angekommen. Die Ferienwohnung reicht für uns fünf aus. B. und ich hatten Losglück und das Pärchenzimmer bekommen. Wir waren günstig und sehr schmackhaft essen. Dazu gabs reichlich Bier. Vielleicht war das der Grund für meine nächtliche Randaliererei. Jedenfalls gab das Lattenrost nach und ich lag in einer Kuhle.
Nach einem ausgedehnten Frühstück war auch der Regen vorbei und wir wanderten sehr gemütlich in die Umgebung. Schöne bunte Herbstlandschaft, ein paar Felsen und sehr viele Pilze. Die liegen jetzt zum Trocknen auf dem Fensterbrett. Wir auf den Betten und M. und U. kundschaften eine neue Kneipe aus.

22.7.2019 6. Etappe Zechlin – Erkner

Neuhardenberg Kreistag 2019: Linke und AfD 21%
Buckow Stadtverordnetenversammlung 2019: CDU 26% , AfD nicht angetreten
Erkner: Stadtverordnetenversammlung 2019: SPD 37,5%

80km, anstrengend, teilweise bergig
Zum Abschluss wollten wir unsere Etappe vom R1 in die andere Richtung wiederholen. Obwohl wir wussten, dass wir Schwierigkeiten haben eine Einkaufs- oder Einkehrmöglichkeit zu finden, vergaße wir unsere Wasserflaschen zu füllen. Glücklicherweise trafen wir kurz vor Neuhardenberg eine Tankstelle, die uns Wasser verkaufte. Vor Buckow begann die Märkische Schweiz mit vielen anstrengenden Steigungen. Natürlich hatte die Gaststätte am See geschlossen, aber wir hatten ja unsere Wasserflaschen. Dann gings die Berge weiter. Anfangs waren es noch seperate Wege. aber ab Garzau vor allem straßenbegleitend und laut. Und tatsächlich mussten wir uns bis Grünheide quälen um einen Bäcker zu finden. Dann waren es nur noch 5km bis Erkner. Wir bekamen auch gleich ne nette S-Bahn und belohnten uns mit Spätzle in der „Schwarzen Pumpe“. Brandenburg ist eine Wüste!

21.7.2019 5 Etappe Aurith – Zechin

Frankfurt/Oder Stadtverordnetenwahl: Die Linke 22,8% Der Bürgermeister fordert 2018 Abschiebung krimineller Syrier

75km zeitweise hügelig, am Nachmittag Gegenwind
Am Morgen lagen zahlreiche kleinere Äste um unser Zelt. Wir schafften es nicht ganz das Zelt zu trocknen. Aber wir rechneten mit einem weiteren sonnigen Tag, der alle Nässe aufsaugt. Wir sollten recht behalten. Vor und hinter Frankfurt/Oder mussten wir den Deich verlassen und an straßebegleitenden Radwegen entlang fahren. Selbst Frankfurt wirkte am Sonntag wie ausgestorben. Aber der McDonald hatte auf und wir tranken einen Kaffee. Vor Lebus wurde es bergeig und danach begann der Gegenwind. Das schaffte mich ein wenig. Etwas gequält erreichten wir das Dorf Küstrin. Hier waren wir schon vor ein paar Jahren auf dem R1. Wir wollten auch wieder auf unseren alten Zeltplatz in Zechin. Der Weg dorthin war wieder deichschön, aber auch sehr windig. In Zechin hatte sich nichts verändert. Ein leerer Zeltplatz, ein hübsches Freibad mit Imbiss. Aber das W-Lan war neu!
Wir haben vor unserem Zelt gekocht: Nudeln, Zuchini und Pesto und kühlten unsere Bierbüchsen mit Freibadwasser. Den Abend haben wir mit als einzige Gäste des Freibades verbracht.

20.7.2019 4 Etappe Kerkwitz – Aurith

Guben Stadtverordnetenwahl 2019: AfD 26,7 %
Eisenhüttenstadt Stadtverordnetenwahl 2019: SPD 25%, AfD 24%

59 km flach
Die Sonne schien und unser Zelt trocknete recht schnell. Um 12.00 Uhr waren wir an der Mündung der neiße in die Oder. Ganz schön breit. Zuvor wurden wir wieder von der Radfahrerin verfolgt. Diesmal unterhielten wir uns kurz mit ihr. Sie war vor ein paar Tagen schon die Elbe gefahren. Vor Eisenhüttenstadt ist der deich gesperrt. Das bescherte uns einen Umweg über Neuzelle. Dort probierten wir das Bier – sehr süß. Eisenhüttenstadt wirkte trostlos. Aber wir konnten unseren Wochenendeinkauf absolvieren. Auf einem Radlerhof in Aurith machten wir für heute Schluss. Während offensichtlich die traditionellen Zeltplätze ausdünnen, entstehen an Oder und Neiße kleinere Objekte mit einem breiten Angebot (Pension, Zeltplatz und Gastronomie). Uns hats dort gut gefallen – perfekter englischer Rasen und preiswert. Aurith wurde 1997 überflutet. Heute ist der deich sehr groß und wohl sicher. In der Nacht erlebten wir einen Gewittersturm, der unser Zelt stark beutelte. Wir hatten ein wenig Angst, weil wir unter einem baum standen. Aber alles blieb safe.

19.7.2019 3 Etappe Rothenburg – Kerkwitz

Bad Muskau: Stadtratswahl 2019: CDU 46%
Forst: Stadtverordnetenversammlung 2019: AfD 30%, CDU 17% Die Linke 12%

106km flach
Heute war klar, wir müssen über 100km fahren, um den nächsten Zeltplatz zu erreichen.
Die ersten 45km nach Bad Muskau sind wir schnell gerollt. Der Himmel war bedeckt und es war nicht all zu warm. Nach einen kurzem Stopp beim Bäcker gings weiter. Nicht lang und wir überholten eine Frau, die uns anschließend mehrere Kilometer hautnah verfolgte. Sie war gestern schon hinter uns her. Aber nach 5km gab sie auf. Die Neiße wurde breiter und wir hatten unsere ersten Deichkilometer mit schönne Blicken in die Auenlandschaft. In Forst nach 75 km machten wir einen Noteinkauf, weil wir nicht wussten, ob wir auf dem Zeltplatz eine Kneipe finden werden. Wir essen unsere Brote in Forst und trinken ein Radler in Sacow. Von da sinds noch 25km, die wir auf dem Deich bei leichtem Nieselregen zurücklegen.
Auf dem Zeltplatz werden wir mit Handschlag begrüßt. Es gibt Fleisch und Wurst vom Grill. Aber wir bauen unser Zelt im Regen auf und kochen leckere Nudeln mit Pilzen und Pesto unter einem Holzdach neben unserem Zelt. Tschechisches Bier gibts aus einer 2 Liter Flasche.

18.7.2019 2. Etappe Hradek – Rothenburg

Zittau – Kommunalwahl 2019 23,7% AfD

Ostrau – Rechtsrockkonzerte „Schild und Schwert“ mit hunderten Teilnehmer*innen, Aber auch Friedensfest und „Kein Bier für Nazis

Görlitz – Oberbürgermeisterwahl 2019 –
1. Wahlgang Gewinner: Wippel, Sebastian (AfD)36,4%,
2. Wahlgang: Ursu, Octavian (CDU) 55,2%2 Wippel, Sebastian (AfD) 44,8%

70 km – flach
Unsere erste Nacht im Zelt war gut. Frühstück mit traditionellen Hörnchen und Bier (kleiner Scherz). Am Dreiländereck vorbei nach Zittau.

Jetzt ging es mehr oder weniger an der Neiße entlang, die wir gestern fast nie sahen. Ein sehr schöner Radweg bis zum Kloster Marienthal, das wir uns nicht angesehen haben. Gleich darauf folgte Ostritz – absolut verschlafen. In einem Radlergarten hatten wir ein zu großes Softeis. Auch Görlitz haben wir nur am Neißeufer getreift. Der Radweg absolut top – fast immer seperat durch Wald und Wiese. Wir radelten uns ein und waren schon am frühen nachmittag im Neißecamp. Ein kleiner Zeltplatz, der eine Firma gehört, die Wildwasserrafting auf der Neiße anbieten. Die Abendbrotsuche in Rothenburg war etwas schwierig: Die 2-3 Gaststätten hatten Sommerpause oder Geschlossen Gesellschaft. Aber ein paar Kilometer weiter gabs riesige Schitzel und massige Nudelaufläufe!

17.7.2019 1. Etappe Jablonec – Hradek

Liberec – Bürgermeister Jaroslav Zámečník (ODS)

58km – Höchster Punkt 780m Tiefster Punkt 230m
Nach einem guten Frühstück haben wir uns mit komoot eine nicht ganz sooo steile Strecke zur Neißequelle gesucht. Die war nochmal 5km weiter östlich und wir mussten natürlich wieder ein wenig schieben.

Aber dann gings los. Obwohl auf tschechischer Seite der radweg nicht immer eindeuig gekennzeichnte ist (kleines Dreieck neben verschiedenen Radwegnummrn) haben wir unseren Weg mit Hilfe der Karte und des Navis gut gefunden. Es ging immer bergab und bergauf, ziemlich anstrengend voran. Wir umrundeten Jablonec und später Liberec, hatten zwei kleinere Pausen mit Bier und Radler.
2km vor der Grenze fanden wir einen kleinen Zeltplatz. Unschmackhaftes Abendbrot (wieder keine Knödel) am See, den wir diesmal gemeinsam umrundeten.

16.7.2019 Anreise Neiße

Jablonec – (1938 Bürgermeister Oskar Petrowsky von der Sudetendeutschen Partei, 2019 Petr Beitl (ODS)

In diesem Sommer mussten wir unsere Reisepläne ständig verschieben bzw. aufgeben. Um so mehr waren wir azf unseren Kurz-Rad-Trip gespannt. Sicherheitshalber hatten wir Bahntickets und erstes Quartier nur einen Tag vorher gekauft.
Mit 4 Regionalzügen fuhren wir nach Jablonec. Das war ziemlich entspannt, weil die Anschlüsse perfekt klappten und weil die Züge bis Zittau richtig leer wurden. In Jablonec bekamen wir einen ersten Eindruck von den Bergen hier – wir mussten unsere bepackten Räder ein teil des Weges zur Pension schieben. Das Haus lag an einem kleinen Stausee am Rand von Jablonec. Nach dem Begrüßungsbier wanderte B. um den See und ich testete die Matratzen.
Zum Abendbrot gab es Bier für ca. 1€ und leider keine Knödel. Trotzdem lecker.