Santiago 29.3.09

30. März 2009

Nun sind wir 7 Leute. Heute morgen haben wir carola, thomas. lisa und martin vom flughafen abgeholt. Natürlich war ein rucksack in madrid geblieben. Danke iberia. Nun kommt diese fluggesellschaft auch auf die liste der schurkengesellschaften.
Der rucksack soll morgen hier abgegeben werden – wers glaubt.
Obwohl die vier neuen ganz schön müde waren, haben wir einen ausgedehnten stadtspaziergang gemacht. Mit der seilbahn sind wir auf den stadtberg gefahren und hatten einen schönen blick auf die im smog liegende stadt. Dann haben wir allende und der moneda einen besuch abgestattet.
Abendbrot gabs in unserer lieblingspizzeria, in der es keine pizza gibt. Dafür ein knackiges eisbein mit kartoffelüree.
Heute abend spielte chile gegen peru. Gerade haben sie 3:1 gewonnen. Der tanz auf den straßen beginnt. Carolas zimmer wurde verdunkelt. Hoffen wir, dass der mob unser hostel nicht brandschatzt.
Sollten wir die nacht überleben, gehts morgen nach valparaiso. :-)

Santiago de Chile 27.3.09

28. März 2009

28 stunden, 1 bus, 2 flugzeuge, langeweile, 2 sandwiches, ein kaffee und 2 biere – endlich in santiago angekommen. lilapapierschweein hat uns schon erwartet – alles hat geklappt, wie beim fünfjahresplan. Auch die polizei und der zoll der diversen südamerikanischen länder, die wir überflogen haben, wollten nichts außergewöhnliches von uns.
Santiago ist laut und hektisch, aber auch warm. So haben wir bis eben draußen gesessen, geschwatzt und gegessen.

Medellin 26.3.09

26. März 2009

Unseren reisepausentag haben wir genutzt, um mit der seilbahn einen der hänge hier rauf zu fahren. Unter uns die kommune 1 – eine poblacion, die noch vor wenigen jahren kein/e polizist/in oder touri betreten konnte.
Heute ist der barrio befriedet. Nur ein wandgemälde erinnert an die kämpfe und deren opfer. Hier steht die große espana bibliothek wie eine festung.

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Aber jetzt muss mit viel polizei und armee das gelände gehalten werden.
Das quartiersmanagement macht gute arbeit. Es gibt viele kulturelle angebote und soziale hilfen. Die leute sind hier immer noch recht arm und die häuser klapprig.
Medellin macht den eindruck einer modernen stadt, die ihre probleme auf europäische art zu lösen versteht. Wenn nur die vielen abgezehrten bettlerInnen , und maschinenpistolen nicht wären.
Das schreiben „heimatlos“ in einer gut bewachten einkaufsmall mit w-lan…

Medellin 25.3.09

sind gut in medellin angekommen. turbulenzen waehrend des fluges haben dafuer gesorgt, dass es keine verpflegung gab – bei einer flugdauer von 1 1/4 stunde hatte das verticken von duty-free-stuff vorrang.
mit bus und taxi haben wir uns zu jorge und patricia durchgeschlagen. sie haben uns wie immer freundlich empfangen. interessante geschichten haben sie vom letzten abend mit helmut und klaus erzaehlt!!! statt agua diente haben wir cerveca und vino tinto getrunken und dabei von ecuador erzaehlt und die unterschiede zwischen bogota und medellin eroertert. die rivalitaeten zwischen diesen beiden staedten scheinen immens zu sein.
morgen haben wir noch zeit fuer die stadt und das erkunden der busverbindung zwischen den rivalisierenden staedten. die turbulenzen des fluges koennten auch auf den landstrassen zu spueren sein, sagt jorge. umgestuerzte baeume, blockierte strassen, warten auf die bomberos – das ist hier die feuerwehr – war in den letzten tagen haeufig der fall. das ist winter in kolumbien…sagt jorge. mal schauen, ob er recht hat.

Quito 25.3.09

25. März 2009

Gestern sind mir auf der rückfahrt von banjos mein pullover und mein basecap geklaut worden. Ich hatte sie in der ablage über mir im bus abgelegt und bin eingeschlafen. Selber schuld! Aber so bleibt ecuador das land, in dem wir am meisten mit diebstahl zu tun hatten. Der pullover war aus byron bay (australien) und aus dem letzten sabbatjahr (4 jahre alt). Das basecap ist nun schon das vierte, welches hier in südamerika verschwindet. Nur birgits basecap will keiner haben, es ist auch einfach zu häßlich.
Die busfahrt war auch aus anderen gründen sehr beeindruckend. Alle 5 minuten kamen verkäuferInnen in den bus. Es gab obst, getränke, empanadas, ketten, cd´s, telefonkarten und wunderpfeffis. Aber leider keine basecaps oder pullover.
So haben wir beschlossen nach santiago de chile zum shoppen zu fliegen ….
Nein, das ist natürlich nicht der wahre grund.
…..
Wir fliegen nach chile um uns mit einigen unserer treuesten leserInnen zu treffen. Sozusagen pressefest.
Und so ist der plan:
25.3. flug quito – medellin
26.3. busfahrt nach bogota 9 stunden
27.3. flug bogota – lima – santiago
Die etwas umständliche streckenführung hat mit den sonderangeboten von LAN zu tun.
Heute morgen hatten wir hier nebel mit einer sichtweite von 10m. Aber die flugzeuge landen und starten hier trotzdem. Jetzt scheint die sonne und wir freuen uns schon auf das leserInnentreffen.

Banos 23.3.09

24. März 2009

Heute sind wir mit geborgten raedern die strasse richtung osten geradelt. Es ging immer schoen bergab. Wenn wir die 60km geschafft haetten, waeren wir im regenwald auf 900m angekommen. So haben wir aber nur 45km geschafft. Es ging immer an einer tiefen schlucht entlang. Zwischendurch gabs abenteuer: fahren durch einen dunklen tunnel (mit und ohne autos), ueberqueren der schlucht in einem korb an einem drahtseil, bungee jumping (ohne uns) und waterfall watching.
Zurueck haben wir einen bus angehalten. Die raeder wurden ins gepaeckfach gestopft. Eine angenehme, landschaftlich reizvolle tour. Und sehr preiswert.
Morgen gehen wir noch ins bano und dann zurueck nach quito. Rucksaecke packen.

Banos 21.3.09

22. März 2009

Die busfahrt nach banos ist wieder ein typisch suedamerikanisches erlebnis. Da der bus immer voll gemacht werden muss, faehrt er ueber die doerfer und haelt wenn irgendjemand winkt. Im uebrlauten radio laeft ein ecuadorianischer adamo richtig schoen laut. Es geht vorbei an vulkanen, die wie immer von wolken verhangen sind. Die gegend ist dicht besiedelt und fast auf jedem dach weht eine fahne – regenbogen fuer die indigena-partei, rosa fuer die sozialdemokraten. Ach ja es ist wahlkampf. Und fast an jedem zweiten haus haengt die hellblau/rosafahne der MPD, eine marxistisch – leninistische partei. Da kommt im radio ein wahlwerbespot der mpd: sie fordern keinen „plan colombia“ fuer ecuador, die nationalisiserung aller schluesselindustrien und sozialismus.
Leider weiss ich, dass diese partei zwar in einigen gebieten recht stark sein soll, aber bei der letzten praesidentscvhaftswahl nur 1,3 prozent der stimmen bekommen hat. Schade, da werden wir wohl noch ein wenig warten muessen.
Spaeter steigen noch drei indigena mit spindeln ein. Waehrend sie sich die ganze zeit ueber preise von irgendwas unterhalten, spinnen sie. Einn betrunkener wird zu einem freien platz durchgereicht und irgendwann sind wir da und werden in das touristenstaedtchen banos ausgespuckt.
Hier zwischen tiefen bergen gibts alles was die touristInnen wollen: rafting, biking, canoning …. Uns reizt das mal wieder nicht. Wir sind gleich die steilen berge raufgekraxelt und ganz schoen knuelle. Der vulkan hier ist immer noch aktiv. Er spuckt rauch und feuer. Aber, ihr wisst ja: vulkane sind in ecuador immer von …….

Quito -In eigener sache

20. März 2009

Eben haben wir über internetradio gehört, dass in quito ein kleinflugzeug in ein wohngebiet gestürzt ist. 5 tote.
Weder gehören wir zu den opfern, noch haben wir irgendwas mitgekriegt. Aber es stimmt schon. Der flugplatz liegt mitten in der stadt. Manchmal passiert es, wenn du durch die stadt spazierst, dass neben dir ein flugzeug zur landung ansetzt. hinzu kommt, dass quito um diese jahreszeit mit einsetzen der dunkelheit in den wolken liegt.

Quito 19.3.09

In südamerika verschwindet eine institution – die post.
Peru, kolumbien, chile und ecuador – in jeder stadt gibt es höchstens nur noch eine post. Auch wenn hier einige hunderttausend menschen leben. Diese poststellen sind in der regel menschenleer.
Während mensch in kuba mit einigem geschick postkarten für wenige cent verschicken kann, kostet das versenden in ecuador pro ansichtskarte um die 2,00€. Briefkästen gibts auch nicht mehr. Mensch gibt die briefe, die mensch sich finanziell noch leisten kann gleich beim/ bei der postbeamten/in persönlich ab. Dort liegen sie dann, bis sich nach wochen der postsack langsam füllt. Nur so lässt sich erklären, dass die post nach europa oft mehrere wochen dauert.
In manchen ländern gibts auch nur noch ganz schwer ansichtskarten zu kaufen. Oder sie sind uralt.
Und warum das alles?
Zunächst wurde die post hier privatisiert, dann wurde rationalisiert und nun war die post der konkurenz der internetcafes nicht mehr gewachsen.
Also … wenn ihr ansichtskarten von uns bekommt, hütet diese antiken kostbarkeiten.
Wir kontrollieren das!

Wir zahlen nicht für eure Krise!

18. März 2009