Archiv der Kategorie 'Chile'

San Pedro de Atacama 2.5.09

So wenige klicks, wie am 1. mai hatten wir schon lange nicht mehr. Na, ihr hattet besseres zu tun.
Wir waren in den letzten tagen auch sehr aktiv. san pedro ist ein wuestendorf im tourifieber. Alle kommen hierher um die weltberuehmte atacama-wueste zu sehen. Dementsprechend befinden sich in dem staubigen dorf unzaehlige reisebueros, restaurants und hostels. Alle touristInnen rennen durch die einzig belebte strasse auf der suche nach der guenstigsten tour in die wueste, nach einem billigen essen oder einer unterkunft. So haben wir es auch gemacht. Und es hat sich fuer uns gelohnt (fuer die geschaeftsleute auch).
Wir hatten eine schoene radtour durch wuestenberge, einen bunten sonnenuntergang und heute frueh geysire und heisse quellen. Langsam werden wir wuestenfans. Allerdings war es auch sehr anstrengend, weil alles ueber 4000m hoch liegt.
Morgen gehts auf drei-tages-tour ueber den groessten salzsee der welt – salar de uyuni in bolivien.
Dort sprechen wir uns dann in drei tagen wieder.

Mendoza 1.4.09

Wir waren nur einen tag in valparaiso. Im wesentlichen sind wir die gleiche strecke abgelaufen, wie anfang dezember mit t. Trotzdem war es sehr schön, die sonne schien und wir waren in einem fischrestaurant am markt. Mit riesigen portionen.
Abends haben wir einen pisco sour getrunken.
Gestern hatte thomas geburtstag. Trotzdem fiel unser frühstück kurz aus.Mit dem bus gings über die anden nach argentinien. Die auffahrt und abfahrt waren spektkulär.

Die Anden zwischen Santiago und Mendoza

Sehr trockenen berge mit schneebedeckten felsen bei blauem himmel. Die grenzformalitäten dauerten wieder einmal ausführlich und sehr gemütlich. Erst zu beiden passkontrollen, dann zoll, dann obst- und gemüsekontrolle. Dazu mussten wir uns an einen langen tisch stellen und die taschen darauf stellen. Aber dann war alles ganz unaufgeregt – ordnung muss eben sein ;-)

Zoll

Mendoza ist eine wüstenstadt mit weinfeldern drumherum. Wir wohnen in einem typischen travellerhostel. Alle sehr jung, ständig kommen und gehen und ein bisserl schlampig. Die nacht war fürchterlich. Leute haben im garten oder im aufenthaltsraum gequatscht. Das hat gereicht um mich nicht schlafen zu lassen. Der typ, der eigentlich noch in unserem dorm schlafen sollte, hat lieber die nacht durchgemacht und rumgelärmt. Später ist er dann vor dem fernseher eingeschlafen und hat laut geschnarcht. Da waren wir dann froh, dass er nicht in sein bett gefunden hat.
Jetzt sitzen wir beim frühstück.
P.S . Wir haben thomas geburtstag noch in einer netten pizzaria gefeiert. Diesmal gabs auch pizza satt.

Santiago 29.3.09

Nun sind wir 7 Leute. Heute morgen haben wir carola, thomas. lisa und martin vom flughafen abgeholt. Natürlich war ein rucksack in madrid geblieben. Danke iberia. Nun kommt diese fluggesellschaft auch auf die liste der schurkengesellschaften.
Der rucksack soll morgen hier abgegeben werden – wers glaubt.
Obwohl die vier neuen ganz schön müde waren, haben wir einen ausgedehnten stadtspaziergang gemacht. Mit der seilbahn sind wir auf den stadtberg gefahren und hatten einen schönen blick auf die im smog liegende stadt. Dann haben wir allende und der moneda einen besuch abgestattet.
Abendbrot gabs in unserer lieblingspizzeria, in der es keine pizza gibt. Dafür ein knackiges eisbein mit kartoffelüree.
Heute abend spielte chile gegen peru. Gerade haben sie 3:1 gewonnen. Der tanz auf den straßen beginnt. Carolas zimmer wurde verdunkelt. Hoffen wir, dass der mob unser hostel nicht brandschatzt.
Sollten wir die nacht überleben, gehts morgen nach valparaiso. :-)

Santiago de Chile 27.3.09

28 stunden, 1 bus, 2 flugzeuge, langeweile, 2 sandwiches, ein kaffee und 2 biere – endlich in santiago angekommen. lilapapierschweein hat uns schon erwartet – alles hat geklappt, wie beim fünfjahresplan. Auch die polizei und der zoll der diversen südamerikanischen länder, die wir überflogen haben, wollten nichts außergewöhnliches von uns.
Santiago ist laut und hektisch, aber auch warm. So haben wir bis eben draußen gesessen, geschwatzt und gegessen.

Wir zahlen nicht für eure Krise!


Punta Arenas 2.2.09

Tschau, Chile!

Punta Arenas 1.2.09

Goldsucher

Heute vormittag haben wir einen der letzten goldgraeber auf der welt getroffen. Die spaete kollonialisierung feuerlands (ende 19.jhd.) war ein resultat des goldbooms. Aehnlich wie in nordamerika. Nur dass, hier nie so viel gefunden wurde. dass es sich lohnt. Heute gibt es auf feuerland noch 5 gluecksritter. Wer weiss wo es sonst noch auf der welt solche verrueckten typen gibt. Unser goldgraeber war mehr als verrueckt. Fuer 100g kriegt er ca. 1000€ – keine ahnung wie lange er dafuer braucht.

Goldsucher

Er holt in einem muehsamen waschprozess nur staub aus der erde, der sich eben irgendwann summiert. Seine huette war ausgesprochen aermlich, seine arbeitsmittel hacke und schaufel, wie vor ueber hundert jahren. Ein kleines graues maennchen, was staendig herumwuselte und durch die gegend rannte um uns seine arbeit zu zeigen. Keine spur von abenteuertum und harter kerl.

Goldsucher

Porvenir 31.1.09

Endlich feuerland!
gestern sind wir mit dem bus nach punta arenas gefahren. Am nachmittag waren wir gleich noch auf einer pinguininsel. 130 000 pinguine warteten dort auf uns – so der werbeprospekt. Und sie waren wirklich da. Tierrechtlich gesehen hat sich diese insel ja nicht von einem kleinstaedtischen marktplatz voller tauben in europa unterschieden. Aber pinguine sind doch irgendwie niedlicher. Es war auch pinguinkalt, trotzdem haben wir eine stunde dort ausgehalten.

Isla Magdalena

Heute morgen sind wir dann ueber die magellanastrasse nach feuerland – porvenir. Hier ist es so trostlos, wie mensch sich feuerland vorstellt. Grau, kalt, kaum vegetation und flach. Kaum leute auf der strasse, ein paar laeden und restaurants. Das hat uns alles so leid getan, dass wir uns fuer eine nacht in ein hostal eingemietet, im restaurant gegessen und fuer morgen eine tour gebucht haben. Das hilft arbeitsplaetze sichern. Nun sind die leute hier auch wieder etwas optimistischer.

Porvenir

Puerto Natales 29.1.09

Heute haben wir bergfest – noch ein halbes jahr unterwegs. Das werden wir mit pizza, wein und bier feiern. Heute ist sylvia mit dem schiff aus puerto montt angekommen. Wir werden noch ein paar tage gemeinsam reisen. Dann gehts nach kolumbien.
Und hier kommt die aufloesung unserer beliebten umfrage:
Jawollll! Die pickelhaube war und ist die beliebte deutsche kopfbedeckung in chile. Um ehrlich zu sein, das ist sie auch noch in andern laendern, z.b in kolumbien oder schweden.
Die deutsche militaerindustrie hatte in chile einen guten absatzmarkt – kanonen, pistolen und eben auch pickelhauben. Isabel Allende schreibt sinngemaess: „Die chilenen lieben an den deutschen die pickelhaube und das bier, aber eigentlich wollen sie lieber englaender sein.“
Somit ist der preis, den stobi3 und helmut gewonnen haben klar:
null

Puerto Natales 28.1.2009

Nun folgt ein ellenlanger bericht von unserer 5-tageswanderung durch den torres del paine nationalpark.
Das koennte ganz schoen langweilig werden – deshalb empfehle ich diesen link. Einfach in ruhe reinhoeren:

hier.

Ihr koennt ja dann spaeter wieder dazustossen.
Diese wanderung war fuer uns eine besondere herausforderung, weil wir 4 naechte/ 5tage unterwegs sein wollten. Das hiess, dass wir zelt, schlafsack, matte, kocher, geschirr und die gesamte verpflegung in den rucksack packen mussten. Es muessen um die 15kg pro person gewesen sein.
Gluecklicherweise muss mensch das gepaeck nicht immer tragen – nur jeweils an den anfang der taeler. Dort kannst du dein zelt aufbauen und nimmst dann nur noch fuer den rest des weges was zu trinken mit. Am abend gehst du dann den weg zurueck zum zeltplatz. Dennoch haben wir das gepaeck manchmal 15km getragen.
Am ersten tag hatten wir sehr schoenes wetter und konnten die beruehmten torres sehen.

Torres del paine

Die berge hier bestehen aus verschiedenen gesteinsschichten. Vor 12 millionen jahren hat sich aus der tiefe der erde eine steinschicht dazwischen geschoben. In den folgenden jahren wurden diese schichten dann durch erosion freigelegt – das ergebnis sieht ganz witzig aus.

Los Cuernos

Die erste nacht im zelt war richtig kalt. Die folgenden naechte wurde es waermer. Dafuer kam aber der wind, der uns fast nie schlafen liess. Boeen, die das gesamte zelt beuteln und schuetteln. Nach dem wandern, haben wir uns immer eine fertignudelsuppe gekocht und sind dann in die schlafsaecke gekrochen, weil es einfach viel zu kalt war, um noch vor dem zelt zu sitzen und den abend zu geniessen. Oft mussten wir auch im zelt kochen, wegen dem wind.

zeltplatz

Aber dafuer hat uns die natur entschaedigt, was die fotos leider nicht so wiedergeben koennen.
Am 2. tag haben wir unser gepaeck zum naechsten tal getragen und sind am 3.tag ins tal del frances gestiegen. Es hat leicht gespruehgeregnet. Das machte dieses tal noch einmal wilder und romantischer. Ganz hoch zum aussichtspunkt haben wir uns nicht mehr getraut – zu steil, zu nass.

Valle de france

Noch am abend sind wir mit gepaeck weiter zum letzten tal. Der zeltpaltz hier war privat und wir mussten recht viel bezahlen. Dafuer hatten wir zusammen mit ca. einhundert anderen menschen 2 waschbecken, 3 duschen, 3 toiletten und ein kleines kochhaus. Der trek im park ist voller menschen. Dauernd trifft mensch leute, wird ueberholt oder ueberholt (manchmal) leute. Und immer „ola“ sagen. Da alle ungefaehr die gleiche strecke laufen, begegnet mensch sich oefter. Wir haben dann immer spekuliert – wie lange wird er noch brauchen, wo geht sie jetzt hin, na, die sieht aber ganz schoen muede aus. Fuer die backpacker aller laender ist dieser trek ein muss. Viele scheinen sich dabei zu uebernehmen, haben zu viel gepaeck oder nicht die richtigen schuhe an. Die allermeisten schaffen es – aber, ob sie es auch geniessen? Du triffst verrueckte typen, mitreisende ehefrauen, israelische koch- und wandergrossgruppen, norwegische angeber und deutsche grossklappen. Die meisten leute sprechen englisch oder hebraeisch.
Am vorletzten tag sind wir ins dritte tal bis zum gletscher ohne gepaeck gelaufen. Der gletscher war fuer mich nicht mehr so beeindruckend. Vielleicht weil wir nicht so dicht rankamen. Aber nun haben wir uns einem gletscher per boot, einem per bus und einem zu fuss genaehrt. Jedesmal eine andere erfahrung.

Diese wanderung hatte 22km ohne gepaeck. Wir haben aber an diesem tag noch mal 10km mit gepaeck rangehaengt. Wegen des zeltplatzes – zu voll, zu windig. Das hat uns am ende des tages nach 10 stunden fussmarsch einen schoenen zeltplatz gebracht. Und am letzten tag einen „spaziergang“ ueber eine ebene mit wunderschoenen blicken auf den park.

Alles ist hier hervorragend organisiert. Es gibt busse, die in den park fahren und dich auch wieder abholen, schiffe, die verbindungen schaffen, zeltplaetze in massen und sogar verkaufsstellen, die billignudelgerichte teuer verkaufen. Wir haben mit unserem essen genau gereicht. Am letzten abend haben wir unseren „wunderrum“ aus havanna geleert und so abschied und erfolg gefeiert.
Der park war eine herausforderung. Wir haben festgestellt, dass das gepaeck zu meistern war, dass wir wirklich glueck mit dem wetter hatten (eigentlich hat es fast nicht geregnet), dass 5 tage gereicht haben.

Weitere fotos findet ihr im fotoalbum patagonien