An der karibikkueste …. bamatabadam ……
Mehr noch als in kuba gehts hier karibisch zu. Reggae den ganzen tag, coole typen mit rutschenden hosen, hitze und palmen. Livingston liegt auf einer insel im flussdelta des rio dulce und ist nur per boot zu erreichen. Das haben wir gestern getan. Eine schoene 2 stuendige bootsfahrt, die zum schluss durch ein felsiges steiles tal fuehrte. Fast wie der donau-durchbruch.
Weil wir nur einen tag hier haben, haben wir uns mal wieder in eine tour eingekauft. Es wurde versprochen an einem tag die beiden sehenswuerdigkeiten hier – sauberer strand und natuerliche suesswasserbecken abzulaufen. War auch so, aber ein wenig langweilig. Das lag wohl am guide und an uns. Der guide war nebenberuflich als sex instructor (first lesson for free) taetig. Das stand jedenfalls auf seinem t-shirt. Ansonsten war er nicht sehr gespraechig und birgit hat ihn erst mit fragen geloechert und spaeter aufgegeben.
Hier leben auch die nachkommen der schwarzen sklaven (wie ueberall an der karibik). Sie nennen sich garifuna und sprechen ihre eigene sprache. Ein mix aus spanisch, franzoesisch, englisch, einer afrikanischen sprache und dem oertlichen maya-idiom. Natuerlich ist es heute schwer festzustellen, wer schwarz oder wer indigen ist. Gluecklicherweise gabs und gibts da einige vermischungen. Aber scheinbar waehlt mensch sich irgendwann die sprache und identitaet, die mensch will. Das hat aber natuerlich auch mit der hautfarbe zu tun. Ansonsten leben alle friedlich miteinander und es gibt keine diskrimierung – das hat unser guide jedenfalls behauptet bevor er fuer fast immer schwieg.
In der karibik zu baden, war kein vergnuegen. Das wasser war fast schon heiss! Und so flach, dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Dafuer war das suesswasserbecken schoen kuehl. Spaeter stiessen noch 2 andere junge maenner zu uns, die von felsvorspruengen sprangen und an lianen schaukelten. Sie interessierten sich aber fuer die beiden freundlichen englaenderinnen und erzaehlten denen einiges.
Wir schwiegen mit unserem guide.
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Tikal ist, aehnlich wie machu pichu eine hauptstadt- hier der maya. Aehnlich teuer war auch der eintritt. Allerdings liegt tikal mitten im dschungel. Es ist teilweise aelter und nur 15% der anlage kann mensch sich ueberhaupt ansehen.
Das meiste ist von erde und dschungel bedeckt. Die pflanzen wachsen und verroten hier natuerlich ungleich schneller als in den peruanischen anden. Ausserdem haben die maya mit kalkstein gebaut, der sich nicht so lange haelt.
Um so beeindruckender waren die 5/6 pyramiden tempel, die wir teilweise besteigen konnten. Manchmal sieht mensch aus einem kleinen berg eine pyramidenspitze herausragen, manchmal auch nur einen bewachsenen berg – das heisst darunter liegt noch ein nicht freigelegter tempel. Phantasie war heute gefragt, uebrigens auch bei euch, da ich immer noch keine bilder hochladen kann. Aber hier zum trost zwei google – bilder:


Die letzten tage haben wir in einem dschungelcamp fuer us-amerikanische mittzwanziger verbracht. Es waren auch ein paar deutsche, israelis und schweizer da, aber das fiel nicht auf.
Am Mittwoch sind wir mit tanja und eva nach coban und einen tag spaeter nach lanquin gefahren. Busfahren ist hier immer sehr anstrengend, weil die sitze fuer mich viel zu eng sind. Eine wahre tortur.
Lanquin ist ein gringotrail-knotenpunkt und wird dominiert von einem backpacker – ressort mit schoenen schilfgedeckten holzhuetten, einem flussbadeplatz und einem restaurant, das keine wuensche offen liess – britisches- oder muesli- fruehstueck, happy hours und themenbuffets fuer volle teller. Angeboten wurden auch zwei touren.
Am ersten abend waren wir in einer fledermaushoehle. zuerst haben wir uns die hoehle angesehen, aber mit einbruch der daemmerung wollten die kleinen vampire die hoehle verlassen (ihr wisst schon, warum) und mussten an uns vorbei zum ausgang. Wir konnten sie nicht sehen (taschenlampen waren verboten), aber an uns vorbeirauschen hoeren. Nur im blitzlichtgewitter unserer kameras sahen wir sie, praktisch zu eis gefroren, dicht neben uns haengen.
Die zweite tour am naechsten tag war der hoehepunkt. Es ging zunaechst wieder in eine hoehle, in der wir mit brennenden kerzen durch kleine seen oder fluesse schwimmen oder waten mussten. Manchmal stiegen wir auch einen kleinen wasserfall hinauf oder ganz mutige sprangen in kleine pools. Oft ging eine kerze aus, weil sie nass wurde. Ein schoener, etwas gruseliger spass. Oekologisch war das natuerlich nicht so schoen – strickleitern waren an stalagniten befestigt, tropfende kerzen standen auf tropfsteinen, ganz zu schweigen von der wasserkontamination durch veraengstigtes „in die badehosen pissen“.
Anschliessend konnte ich mir einen kindertraum erfuellen: Von einer autobruecke in einen fluss springen. Es sollen 10m gewesen sein! Ich glaube, es waren eher weniger. zum abschluss haben wir eine neue sportart ausprobiert: tubing. sehr entspannend bis auf das aussteigen in der stroemung. einige mussten aus dem wasser gefischt werden.
Leider kann ich keine fotos zeigen, weil der hiesige computer das hochladen verweigert.
Der landschaftliche hoehepunkt waren die tuerkisblauen wasserbecken von semuc champay. Das sind terrassenartige pools, in denen wir auch noch baden durften.
Heute haben wir uns von tanja und eva getrennt, die noch einen tag mit den smalltalk-freundlichen amis verbringen wollen.
Wir haben einen shuttle-bus genommen. Das sind touristInnentransporte, die einen direkt von hostal zu hostal bringen. Dadurch kommt mensch nicht in den kontakt mit der oertlichen bevolkerung und es geht angeblich schneller. Uns hats wieder einmal nicht gefallen, weil die fahrer unfreundlich sind und mensch in die faenge der tourismusmafia geraet.
So haben wir uns auch eine tour nach tikal, der groessten mayastaette in guatemala, fuer morgen aufschwatzen lassen. Nur weil es unkompliziert zu organisieren ging. Aber davon morgen hoffentlich mehr.
Wieder in der stadt bei tanja.
Gestern waren wir ein bier in tanjas stammkneipe trinken. die alternative szene von guatemala city trifft sich in einer kleinen gasse in der es ein paar kneipen gibt. Die eingänge der gasse sind vergittert und bewaffnete security steht davor.
Aber die alternative ist eine schicky-micky einkaufspassage oder ein paar üble tanzschuppen, sagt tanja.
die alternative szene in gua-city ist klein – wie die mittelklasse aus der sie stammt. Auf dem klo hab ich einen netten antirassistischen spruch gelesen. Er ging ungefähr so: el color del piel es una broma
de dios (die hautfarbe ist ein scherz gottes).
Heute gehts weiter, tanja hat ein paar tage urlaub. Wir fahren nach coban.
In den letzten tagen hat hier die regenzeit voll zugeschlagen. Noch in Qetzenaltenango haben wir eine vulkanbesteigung in den wolken gemacht. Vier stunden bergauf und drei runter waren ganz schoen anstrengend, aber leider wurden wir nicht mit blicken belohnt. Am naechsten tag waren wir in heissen quellen baden auch in den wolken, aber das war ganz schoen – dampfbad mit nebel. Auf dem weg dahin haben wir campesinos gemuese ernten sehen – unteramdicke moehren, faustgrosse radieschen und kohlkoepfe so dick wie mein bierbauch.
Gestern haben wir uns hier mit tanja getroffen, die fuers wochenende aus guatemala stadt kam. Panajachel liegt an dem grossen see atitlan, landschaftlich sehr schoen, von vulkanen umgeben. Heute haben wir uns ein boot gechartert und wurden zu drei doerfern/staedten am see gefahren. Alle sind sehr touristisch und mensch wird staendig angesprochen kunsthandwerk zu kaufen, kanu zu fahren oder zu reiten.
Eine stadt (santiago de atitlan) hat waehrend des buergerkriegs viele opfer gebracht. Wir haben die stelle besucht, wo ende 1990 sechzehn menschen von der armee erschossen wurden, weil sie sich beschweren wollten, dass die soldaten geiseln nehmen. Darunter waren kleine kinder.
natuerlich hat uns am nachmittag ein platzregen auf dem see erwischt und so wurde die ueberfahrt ganz schoen holprig.
Nun hat es aufgehoert zu regnen. Aber es ist kuehl.
Im hostel habe ich ein altes buch gefunden. Es ist deutsch und kommt vom volk und wissen verlag „laechelndes guatemala“. Ein tschechischer schriftsteller beschreibt darin mehrere reisen nach guatemala in den 40er und 50er jahren des letzten jahrhunderts.
Zu der zeit also als eine linke/fortschritliche regierung versuchte mehr gerechtigkeit fuer die indigena zu schaffen und eine bodenreform durchfuehrte. Mit grosser hilfe durch die usa wurde diese regierung gestuerzt. Danach begann ein rachefeldzug vor allem gegen kommunistInnen.
Wer sich genauer informieren will: wikipaedia
Vielleicht sollte ich das buch „ausborgen“ ist doch eine raritaet!
Es gab nur zwei leute, die sich an der umfrage beteiligt haben – wars so schwer? Aber beide lagen vollkommen richtig.
Das sind luftgetrocknete lama-föten. Sie sollen glück beim hausbau bringen.
Prima „arriba…“ und „m“!
Mit den preisen ist es gar nicht schwierig – die siegerInnen sollten uns nur bitte mitteilen, ob sie entweder gern kochen, im winter ihre bude fußkalt ist, wollmützen ohrenklappen haben sollten, sie hausmusik bevorzugen oder die tausend kleinen dinge zu hause nach aufbewahrung schreien. Bitte nur eins auswählen! Und ihr müsst bunte farben liiiiiiiebeeeeeeeeen.
Die preisübergabe erfolgt dann zum ersten malpersönlich ab august 2009 – wir freuen uns.
Es gibt tage, die sind rundum rund:
Am morgen wurde birgit im bus hierher das portemonnaie geklaut. Nachdem wir 3 stunden in atemberaubendem tempo und hinundhergeworfen hier ankamen, begann es sanft zu regnen. Wir bekamen ein taxi, das wir aus inländischem geldmangel (siehe oben) überteuert mit dollar bezahlen mussten. Am hauptplatz angekommen, funktionierte keiner der drei geldautomaten. Also suchten wir uns erst einmal ein hostal. Wir fanden ein heruntergekommenes etablissement, natürlich leicht überteuert. Schlechtgelaunt machten wir uns auf die suche nach einem geldautomaten, den wir nach einer stunde gelatsche durch die langweilige stadt fanden.
Am späten nachmittag suchten wir einige reisebüros auf, um zu erfahren, dass die von uns ausgesuchten touren aus mangel an teilnehmerInnen nicht stattfinden können.
Einen kurzen hoffnungsschimmer gab es, nachdem wir für den folgenden tag ein netteres hostel gefunden hatten und ein bier in der netten touristenkneipe gegenüber tranken.
Am abend regnete es stärker und wir retteten uns in die touristenkneipe, um ein video anzusehen. Schnell wurde klar, dass es sich um ein amerikanisches teeniemovie aus den 80ern handelte. So was wollten wir schon immer mal sehen! Aber zum glück blieb alles unverständlich, weil der kleine sohn der gastwirtin so laut spielte, dass akustisch nichts zu verstehen war. Aber eigentlich konnten wir den inhalt auch erraten.
Geschlafen haben wir wieder erwarten ganz gut. Nun sind wir in unserem neuen hostel und der neue tag beginnt vielversprechend: nebenan übt eine blaskapelle seit einer stunde immer wieder dieselbe melodie. Sie packen es einfach nicht – da hilft nur weiter üben.
Ich beantworte mails aus berlin, die mir mitteilen, dass meine neue arbeitsstelle so richtig sch…. wird.
Gleich gehen wir wieder zum reisebüro – vielleicht gibts dort noch andere treks die stattfinden können – aber wer glaubt das wirklich?
Was ist passiert, wenn morgens jemand an deinem bett rüttelt? Du erwachst und niemand steht an deinem bett?
Na klar ……………
Und so gings in den letzten tagen:
10.6.09
20.30 uhr taxi zum flughafen in lima, noch nie so starke kontrollen erlebt, alle angestellten mit mundmasken, „haben sie ihren laptop in den letzten wochen reparieren lassen?“ unser handgepäck wird kurz vor dem einstieg in das flugzeug noch mal durchwühlt
23.30 uhr abflug nach miami, langweiliger flug, sitzen in der letzten reihe, die knie an den ohren
11.6.09
6.00 uhr landung miami, kontrollen, befragungen ….
langeweile, teures frühstück
11.50 uhr abflug nach guatemala
12.20 uhr landung in guatemala, tanja holt uns ab, am eingang eine hochzeitsgesellschaft, taxi in die zone 3
14.00 uhr bus ins zentrum, mittag vegetarisch, markt, bier- und abendbroteinkauf
19.00 uhr abendbrot und bier trinken auf der terrasse, drei guatemaltekische männer erscheinen, sie holen den absinth ab, den wir für sie im duty free für 48 dollar gekauft haben, das entspricht einem drittel ihres monatslohnes
22.30 uhr endlich im bett
12.6.09
9.30 uhr frühstück, tanja ist zur arbeit, die empleada putzt schon seit stunden die küche der deutschen frauen wg,
11.00 uhr wir lesen lonely planet und versuchen uns am wi-fi
14.00 uhr tanja kommt von arbeit
15.00 uhr taxi zum bus nach antigua
16.30 ankunft in antigua
17.00 uhr hostel gefunden, stadtspaziergang, vulkantour für morgen gebucht, im supermarkt bier gekauft
19.0 0 uhr abendbrot im schnitzelrestaurant – touristInnen machen auch alles mit!
20.00 uhr es beginnt zu regnen, gewitter, sturzbäche
21.30 uhr rückkehr zum hostel, die straßen sind unter wasser, bier auf der terrasse
22.39 uhr bett
13.6.09
5.00 uhr aufstehen, frühstücken
6.00 uhr abfahrt zum vulkan
8.00 uhr am fuß des berges, wir bekommen einen guide zugeteilt, massen von kindern belagern uns – wir sollen einen wanderstock kaufen
8.15 uhr abmarsch, jetzt kommen junge männer mit pferden und bieten lautstark an, dass mensch auf den berg reiten soll – horse, muy bien, wir werden mit den pferden auf unserem weg verfolgt, ein komisches bild:
vorneweg der guide, dahinter wir, es ist wichtig nicht letzter zu sein, denn da sind die pferdejungs und fragen ständig: horse?
8.25 uhr ein dicker franzose aus unserer reisegruppe gibt auf, er besteigt ein pferd, wir hetzen weiter – verfolgt von den pferden
8.37 uhr die etwas dünnere französin besteigt ein pferd, jetzt werden wir nur noch von einem reiter verfolgt, ich werde angesprochen – bin ich denn so dick? Ich lehne tapfer ab und positioniere mich hinter dem guide.
10.00 uhr wir erreichen den lavaberg, um uns herum seltsam geformte erkaltete lava, es wird immer heißer, bald ist die erkaltete lava gar nicht mehr so kalt, schließlich stehen wir 1m von der roten, langsam fließenden, zähen masse entfernt.
Wir müssen sehr vorsichtig sein, die umgebung ist äußerst fragil.
11.15 uhr wir verlassen den berg
12.00 uhr mit dem auto gehts zurück nach antigua
13.00 uhr kuchen und kaffee auf der terrasse
16.00 uhr wi-fi und mails
17.15 uhr heimatlos beginnt zu bloggen
17.30 uhr die neue umfrage wird gestellt:
UMFRAGE – IN BOLIVIEN SAHEN WIR FOLGENDES BILD: WAS IST DAS UND WOFÜR WIRD ES VERWENDET?
Natürlich winken der/dem gewinner/in wieder wertvolle preise. Allerdings nun aus guatemala, wo mensch auf den märkten alles bekommt, was mensch nun wirklich nicht gebrauchen kann.

