handycrafts
Wenn du aus ubud rausfaehrst kommst du an kilometrlangen staenden vorbei. Es gibt giraffen, elefanten, weihnachtsmaenner, masken, froesche aus holz, rattanmoebel, cd staender, koerbe, kochenamulette, vodoo-kram, buddhas aus stein, lampen aus glas und mosaik, rote holzpenisse und vieles mehr. Jeder dieser staende uebervoll mit diesem zeug. Mensch faehrt diese strasse entlang und wird immer angerufen und es wird auf die auslagen verwiesen. Ausser uns keine toristen weit und breit.
In den nebenstrassen kannst du dann beobachten, wie alles hergestellt wird. Auf der strasse oder im schuppen sitzen frauen, maenner und auch kinder und schnitzen haemmern, malen bespruehen diesen ganzen kitsch. Und auch hier wieder stapelweise dieses zeugs.
Wer kauft das? Nur weniges ist wirklich orginal oder orginell. Ein paar moebelstuecke wirken ganz huebsch. Billig ist es allemal. Ein „huebsches“ kleines
hozkaestchen wird uns fuer 1$ angeboten. Wir haetten sicher noch auf die haelfte runterhandeln koennen.
Es scheint als wird produziert fuer jahre im voraus. In manufakturarbeit aber alles wirklich mit der hand.
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Die letzten beiden tage haben wir touren gemacht.
Gestern waren wir mit einem minibus unterwegs. Das war ein wenig enttaeuschend, leider nicht das erste mal. Wir wurden praktisch immer nur an einzelne orte gefahren. Es gab keine fuehrung, wir blieben uns selbst ueberlassen. g Auch die einzelnen anfahrtspunkte waren ein wenig touristennepp: batikfabrik, reisfeld, tempel, affenpark. Besonders der affenpark war eine falle. Gleich nachdem wir eintritt bezahlt hatten, gesellte sich eine frau zu uns. Sie hatte eine art uniform an. Es entstand der eindruck, dass sie eine „offizielle“ guide war. Aber selbst wenn du deutlich machst, dass du keine begleitung brauchst, lassen sich solche leute kaum abschuetteln. Sie folgen dir weiter bis du sie irgendwie noetig hast. Am ende wollte sie birgit ihren andenkenstand zeigen und war sehr boese als birgit nichts kaufte.
Am schluss wurde es dann doch ganz schoen. Wir fuhren an die suedkueste und konnten mit ein paar andern hundert leuten den sonnenuntergang am tana loth (ein tempel im meer) beobachten. Das hatte sich dann doch gelohnt.
Heute haben wir uns getraut und raeder geliehen. Eine sehr schwitzige angelegenheit. Aus ubud raus ging es nur bergauf. Vorbei an schoenen reisterassen und kokospalmenstrassenbaeumen.

Die doerfer haben hier keinen anfang und kein ende – so weisst du eigentlich nie wo du bist. Es gibt auch keine ortseingangsschilder. Am strassenrand wurden samosas verkauft und wir haben fuer ca. 90 cent eine tuete voll davon gegessen.
Irgendwann kamen wir wieder auf eine hauptstrasse mit kilometerlangen (das ist woertlich zu verstehen) souvenirstaenden. Sihe dazu „tausend arten zu ueberleben IV“
Wir haben in einem upmarket-restaurant bier und saft getrunken und dann gings
nur noch bergab. Durch dorfer wo uns die kinder immer „hello – give money“ hinterhergerufen. Allerdings nur die jungs, die maedchen waren schuechterner.
wir wohnen unglaublich schoen: es nennt sich bungalow, ist aber ein balinesisches zweistoeckiges haus mit riesiger terrasse, von der mensch blick auf eine dschungelschlucht hat. dieser bungalow gehoert einem deutschen reisebuchautor, der es zur vermietung frei gegeben hat. da sich offenbar der ansturm der touristInnen in grenzen haelt, duerfen wir in diesem haus, das platz fuer 5 leute hat, fuer nicht einmal 15 euro die nacht wohnen, nachdem wir versprochen haben, dass wir mindestens 4 naechte bleiben. es geht uns also gerade sehr gut. endlich zeit zum lesen, ausschlafen und lange fruehstuecken – hier weckt uns kein nervtoetender muezzin – 95 % der balinesInnen sind Hindus. auf den strassen liegen kleine opfergaben und mensch muss ziemlich doll aufpassen, sie nicht zu zerlatschen (was mir schon 3mal passiert ist, peinlicherweise)

Der unterschied zu java ist schon krass, nicht nur wegen der unterschiedlichen religion. auch die armut und alle damit in verbindung stehenden auswirkungen, wie betteln, aggressives anbieten von diensten, dreck und traurigkeit sind hier kaum zu spueren. kein wunder also, warum viele bali so sehr moegen.
heute haben wir eine ausgedehnte wanderung durch die umgebung von ubud gemacht und dabei nur wenige leute getroffen. es ging immer am fluss entlang und war zwar im lonely planet beschrieben, aber sehr schwer zu finden. wir haben uns mehrmals verlaufen. auf einem streckenabschnitt konnten wir einen jungen guide nicht abschuetteln, haben dadurch aber zum ziel gefunden. wir tun uns immer noch recht schwer mit solchen dienstleistungen und wenn es ans bezahlen geht, kommen wir immer ins gruebeln, was von grosser unsicherheit herruehert und natuerlich ganz klar ausgenutzt wird. deshalb versuchen wir solche situationen zu vermeiden.
birgit
Im strassenverkehr
hilft eigentlich nur beten oder daran zu glauben, dass die fahrer schon wissen was sie tun:
1. Die strassen sind hier nur zweispurig. Trotzdem passen oft 4 fahrzeuge neben einander.
2. Zwischen den entgegenkommenden autos reicht eine handbreit platz
3. ueberhotl wird links und rechts, manchmal gleichzeitig
4. kommt mir ein moped auf seiner spur entgegen, weil ich ueberhole, muss es auf den fusgaengerstreifen ausweichen. Die fussgaenger muessen sehen wo sie bleiben.
5. jeder ueberholvorgang wir durch hupen angezeigt – das ist wirklich ueberlebenswichtig!
6. rote ampeln werden nicht akzeptiert
7. je groesser das fahrzeug, desto ruecksichtsloser
8. es wird nie uber 50km/h gefahren, mehr geben motoren und strassenverhaeltnisse nicht her.
9. Ich habe bisher keinen einzigen unfall gesehen

Ueberleben als fussgaenger:
1. ampeln und fussgaengerueberwege sind quatsch mit sosse
2. selbstbewusst auftreten – nie zoegern das kostet dich dein leben
3. langsam mit der hand wedelnd auf die strasse treten und gemessen voranschreiten
4. die mopeds und autos fahren um dich herum, aber nicht ueber dich hinweg
5. kannst du es mal mit der selben taktik und geschlossenen augen versuchen – du kommst wahrscheinlich genausogut an
Zu unserer packagetour gehoerte auch die weiterfahrt vom mount bromo nach bali/ denpasar.
Nach der vulkanbesteigung hatten wir noch 2 stunden zeit zum lungenlueften und fruehstuecken.
Dann gings mit einem minibus nach probobolingo und von dort mit dem reisebus nach denpasar. Wieder wurden wir mit massen von hollaenderInnen, franzoesInnen und ein paar deutschen in einen bus verpackt.
Davon gibts nicht viel zu berichten.
Wir hatten eine ganz nette faehrueberfahrt und kamen viel zu spaet – mitternacht – in denpasar an. Dort wurden wir abgeholt und in unser neues quartier gebracht. Eigentlich alles ganz easy, obwohl wir seit 4.00 uhr auf den beinen waren.
Heute habe ich nun endlich zeit von unserer vulkanbesteigung zu berichten.
Von yogyakarta sind wir ueber 10 stunden in das vulkangebiet gefahren. Wir hatten eine packagetour gebucht. So sind wir mit 6 anderen touristInnen in einem minibus gefahren. Die fahrt war sehr anstrengend. Es ging ausnahmslos durch bewohntes gebiet – nirgendwo landschaft nur die strasse, haeuser und kolonnenverkehr (siehe 1000 arten zu ueberleben III).
Das hotel war direkt am aeusseren krater.
Am naechsten morgen sind wir in den grossen krater hineingelaufen – das ist eine sandwueste und mehrere kilometer im durchmesser breit. Innerhalb des kraters befinden sich noch mehrere teilweise aktive vulkane. An diesem tag wollten wir aber an einer anderen stelle den auesseren krater besteigen – bis auf eine hoehe von 2700m. Nach 4 stunden sandwueste und berg waren wir endlich oben. Wir erhofften uns einen herrlichen blick auf das gesamte gebiet. Leider haben wir gar nichts gesehen. Alles war in den wolken. Das war nicht ganz so schlimm, weil wir froh waren endlich mal wieder durch landschaft zu laufen und nicht nur strassen zu sehen.
Der rueckweg kostete uns noch mal 4 stunden und knieschmerzen.
Die naechte im hotel waren ziemlich kalt (4 grad), weil es keine heizung gab.
Am naechsten morgen wollten wir zum mount bromo – ein vulkan im kratergebiet, der noch ordentlich dampft und leicht ueber stufen zu besteigen ist.
Wir liessen uns um 4.00 uhr wecken. In asien (den tropen) ist es notwendig noch im dunkeln die berge zu besteigen. Erstens kannst du den sonnenaufgang beobachten und du kannst sicher sein, dass noch keine wolken die sicht versperren (siehe oben).
Mit uns machten sich alle touristen aus den umliegenden hotels auf den weg. Allerdings wurden sie mit jeeps gefahren oder liessen sich per pferd zum vulkan bringen.
In der sandwueste waren wir dann fast allein. Es war stockfinster, denn im grossen krater lag der nebel bis auf ca. 20m hoehe ueber dem boden – keine sterne und kein vollmond.
Wir hatten aber eine taschenlampe und wussten die umgefaehre richtung. An einem sandhuegel stand ein verunsicherter belgier, der jeeps und pferde an sich vobeiziehen lassen hatte ohne herauszufinden wo es zum vulkan bromo geht.
Mit hilfe der jeep- und hufenspuren fanden wir den weg. Die einheimischen reiter wollten uns nicht so richtig erklaeren wo es lang geht. Aber boten uns staendig ihre pferde gegen geld an.
Endlich ging es etas bergan und wir kamen aus dem nebel. Nun sahen wir den bromo vor uns.
Aber nun begannen uns die schwefelwolken, die ueber den kraterrand flossen, den atem zu nehmen. Im schneckentempo habe ich mich den kleinen vulkan hienaufgeschleppt. Der belgier war schon oben, waehrend ich auf halber streckke aufgeben wollte. Ich musste tief atmen, aber jeder atemzug brachte noch mehr schwefel in meine lungen.

Oben standen noch ungefaehr 15 andere menschen und warteten auf den sonnenaufgang. Der war recht spektakulaer. Genauso wie der blick in den krater oder ueber das vulkangebiet. Unter uns die nebelwolken, durch die wir eben noch gewatet waren.
Eine stunde hielten wir dort oben die schwefeldaempfe aus. Zurueck gings leichter durch den nebel, jetzt wurden wir staendig von zurueckkehrenden jeeps und pferden ueberholt und wir konnten trotz des nebels den weg gut erkennen.
Nach anstrengenden, aber spannenden tagen nur ganz kurz:
Wir sind gut in bali angekommen und wohnen im luxus.
Unser abschied von java war mit einem vulkan verbunden – juche!
Nun haben wir die lungen voller schwefel – ist das giftig?
Spaeter mehr!
heute haben wir uns mal nicht zu fuss, sondern mit oeffentlichen transportmitteln an die 27 km entfernte suedkueste javas bewegt. busfahren ist hier ein kleines erlebnis: selten steht an den bussen was dran, sondern ein ticketverkaeufer, der die gesamte route organisiert, d.h. dem fahrer sagt, wann er wo anhalten muss, die strasse nach potentiellen mitfahrerInnen absucht und dabei allen zuruft, wo der bus hinfaehrt und natuerlich von jeder/m ein anderes fahrgeld kassiert. ohne indonesische sprachkenntnisse ist mensch da ziemlich aufgeschmissen und das erklaert vielleicht, warum wir so lange gezoegert haben.
wir waren also heute zum ersten mal am indischen ozean. schwarzer sand, wenige menschen, weil wochentag und so hoher wellengang, dass an baden nicht zu denken war. kleinere sonnenbraende haben wir uns trotzdem zugezogen, aber auch leckeres obst mit suesser chillisosse gegessen und unter einem bambusdach gechillt.
heute ist unser letzter tag in yogya, wie die leute es hier nennen. morgen machen wir uns auf den weg nach bromo. dort versuchen wir zum dritten mal einen vulkan zu besteigen. was wird wohl diesmal dazwischen kommen? wir werden berichten.
Transport:
- den fahrradgepaecktraeger polstern und fussstuetzen anbringen, eine person fahren
- eine fahrradrikscha fahren (becak)
- auf dem fahrrad riesige koerbe befestigen und gueter transportieren
- auf dem moped transport anbieten – 1 person, 2 personen, 2 erwachsene+1 kind, pakete (ojek)
- ein dreiraedriges moped fahren und 2 personen transportieren, nur in jakarta
- ein dreiraedriges auto fahren mit rueckbaenken
- ein ankor fahren – kleinbus als linientaxi
- minibus fahren als shuttle
- taxi fahren
- einen pferdewagen fahren, viele leute und waren trandsportieren, kein touristennepp
Gestern haben wir eine anstrengende gefuehrte tour in einem alten minibus zum deng plateau gemacht. Die fahrt dahin war schon sehr interessant. Alles ist sehr fruchtbar hier und der boden wird intensiv genutzt. Es gibt nur noch wenig dschungel. Gluecklicherweise keine monokultur. Natuerlich waren es oft reisfelder, aber in den doerfern an der strasse lagen auch kaffeebohnen zum trocknen aus. Java ist das weltdrittgroesste anbaugebiet. Bananenbaeume, mais, suesskartoffeln und pflanzen deren namen ich vergessen habe. Eine baumartige pflanze wird wegen der wurzel (aehnlich maniok) angebaut. Diverse Obst -und Gemuesearten gabs natuerlich auch.
Wir fuhren immer hoeher. Ab 1000m kam tee dazu. Auf 2000m wurden noch kartoffeln und tabak angbebaut. Letzterer auf bis zu 90 grad steilen haengen, die mich an schottland erinnerten.
Auf 2000m war es angenehm frisch und wir besichtigten 1000 jahre alte hinduistische tempel und einen wassergefuellten krater. Es stank nach schwefel und hoelle.
Auf der rueckfahrt haben wir noch die weltgroesste buddhistische tempelanlage „Brobodur“ mitgenommen. Das sah sehr schoen im sonnenutergang aus. Dort wurden wir von indonesischen studentinnen ueberfallen. Sie wollten mit unserer hilfe ihr englisch erproben und konversatieren. Ich habe mein bestes gegeben.
Heute haben wir einen ruhetag eingelegt und geplant. Was beides nicht so einfach ist.
1. verweigern sich uns die vulkane – der hiesige vulkan ist wegen ausbruchsgefahr gesperrt (als ob jemals in indonesien vulkane ausbrechen wuerden
)
2. wollten wir eine kopftaschenlampe mit dioden kaufen, was sich in der stadt, in der du staendig was kaufen sollst, als undurchfuehrbar erwies.
Dafuer sind wir auf einem markt gelandet, auf dem es hektargrosse flaechen mit stoffen, getrocknetem fisch und gewuerzen gab. Sehr interssant, aber wir sind marktmaessig echt uebersaettigt.
Leider koennen wir nur bilder auf das blog stellen, dievon google kommen. Was es etwas langweilig macht.