Reisetage:119
Blogeinträge: 78
Buskilometer: ca. 5 000
Schiff: ca. 200km
verschiedene Betten: 30, 6 mal Schlafsack und 1 Hängematte
höchster (erlaufener) Punkt: 4200m (Anden)
tiefster Punkt: 2m unter Meeresspiegel getaucht (Karibik)
Bier: …. (das traue ich mich nicht zu schreiben)
Rumflaschen: 3
Mojitos: ca. 10
Pisco Sour: 5
überraschend billig: Essen in Peru (1,00€), Busfahrt in Kuba (0,01€)
unsagbar teuer: Internet in Kuba (6,00€ die Stunde),
schönste Sehenswürdigkeit: zu viele – Z.B. Rockefellercenter in N.Y., Inkatrail in Peru, Fidels Hauptquartier in Kuba
enttäuschendste Sehenswürdigkeit: Trinidad in Kuba
Krankheiten: Höhenkrankheit, Dünnschiss
erinnerungsträchtiges Essen: Meerschweinbraten (Peru), Reis mit Bohnen (Kuba)
Archiv der Kategorie 'Kuba'

Bitte wieder einfach das Foto anklicken und das Album „Kuba“ anschauen. Wer schnelles interent hat kann auch hier die Diashow sehen:
Diashow!!
Wieder in lima. Hier ist gerade das gipfeltreffen der apec statt. Die stadt ist voller polizei und die hotels und regierungsgebaeude sind abgesperrt. Wie uns der taxifahrer erzaehlte, gibts keine angst vor protesten in der stadt. Vielmehr fuerchtet mensch den internationalen terrorismus. Schade!
Ueberhaupt war unser taxifahrer sehr politisch interessiert. Er wollte wissen, warum es in der brd immer mehr nazi gibt. Ich muss ehrlich sagen, so richtig weiss ich immer noch nicht warum. Ausserdem ist mein spanisch so schwach, wie das englisch des taxifahrers. So hat er uns lieber von den deutschen comunities in suedamerika erzaehlt und das viele nazis nach dem krieg hierher kamen. Aber da wussten wir drei auch warum!
Die weiteren plaene:
morgen: mal richtig ausschlafen ![]()
uebermorgen: trip in die naehe von lima
montag: fahrt an die chilenische grenze
naechste woche: fahrt durch chile mit zwischenstops
1.12.: santiago de chile
2.12.: treffen mit t.
Casas particularis in Cuba
Casas particularis sind familiengefuehrte pensionen in cuba. Und neben den viazul-bussen eine angenehme und sehr erleichternde sache. Fast ausnahmslos haben wir freundliche gastgeberinnen ( immer frauen) erlebt. Du bekommst ein wenig einblick in die privatsphaere von kubanerInnen. Natuerlich sind es meist leute denen es besser geht. Sie haben schoene haeuser (85% aller kubenerInnen besitzen ihre wohnungen) und verdienen mit der vermietung natuerlich CUC. Wir haben neben der uebernachtung auch immer fruehstueck und abendbrot bekommen. Dabei waren unsere gastgeberInnen immer sehr ehrgeizig. Es gab ein mehrgaengiges abendbrot. Und da die haelfte unserer reisegruppe vegetarisch lebt und isst, war das essen auch immer eine herausforderung fuer die koechin. Nach dem hurrican war die obst und gemueseversorgung zusammengebrochen, da der sturm alles vernichtet hatte. So konnten wir in den casas miterleben, wie nach und nach wieder etwas gruenes auf den tisch kam. Birgit bekam zunaechts immer nur eier und soja. Da in kuba alles schneller waechst, waren nach 3 wochen mangold, dann radies und spaeter die gurken reif. Was wir dann auch als salat bekamen. Zum schluss gabs sogar wieder tomaten, bananen und mandarinen.
Bequem war fuer uns auch, dass wir von stadt zu stadt und damit von casa zu casa weitergereicht wurden.
Wir haben grosse haeuser mit kolonialen chick erlebt, aber auch viel selbstgezimmertes und fuer unsere verhaeltnisse einfache behausungen.
Unangenehm war nur, dass eigenartiger weise die preise fuer das essen nie ganz klar waren. So wussten wir nicht, ob der kaffee, den wir gerade angeboten bekamen was kostet oder nichts. Das hat uns immer ganz schoen belastet. Und war mit unserem geiz schwer vereinbar.
Heute nacht sind wir die annaehernd 1000km von santiago de cuba zurueck nach habana gefahren. Morgen frueh gehts mit dem flugzeug zurueck nach lima.
Am letzten tag in santiago haben wirs geschafft uns die moncada kaserne anzuschauen. Vorher war immer geschlossen.
Fuer die uneingeweihten: Die moncadakaserne wurde 1953 von fidel castro und ungefaehr hundert kampfgefaehrten ueberfallen um das signal zur revolution gegen das batistaregime zu geben. Die sache endete sehr blutig, ca. 20 wurden gleich dort abgeschlachtet, ca. 50 „auf der flucht erschossen“ oder zu tode gequaelt.
Die anderen wurden spaeter gefasst und zu mehrjaehrigen haftstrafen verurteilt. Im knast haben sie sich weiter organisiert und gebildet. Nach ca. 2 jahren wurde eine amnestie erkaempft und castro ging etwas spaeter nach mexico um die landung auf cuba vorzubereiten, die letztendlich zum sieg der revolution fuehrte.
Und darum gings auch im dortigen museum. Ansonsten ist die kaserne heute eine schule. Eine anekdote: Batista liess nach dem erfoglosen sturm auf die moncada die einschussloecher in den waenden zugipsen. Nach der revolution wurden sie wieder hervorgekratzt – so kann mench sie heute bestaunen und fotografieren. Was wir auch getan haben.
Neuer rekord am 16.11. --- 107 klicks an einem tag das ist revolutionaer!!!
Gestern waren wir in der naehe von santiage de cuba auf einem castillo. entgegen der staendigen ermahnungen aller, haben wir es mit oeffentlichen verkehrsmitteln erreicht. Wir werden immer gewarnt, weil sie so unzuverlaessig sein sollen und so gefaehrlich! Im endeffekt bleibt uns dann immer nur ein taxi zu nehmen. Und darauf haben wir eigentlich nie lust.
Gestern sind wir erstmal ans andere ende der stadt gelaufen, weil dort die busse noch leer sein sollen, wenn sie kommen. Dort haben wir eine stunde gewartet. Immer wenn leute an die haltestelle kamen wurde gefragt: ultimo? Das bedeutet, wer ist der letzte in der Reihe. Diese aufgabe hatten wir auf der hinfahrt verpeilt. Aber das war nicht so schlimm. Irgendwie haben alle leute reingepasst und nach einer halbe stunde waren wir im vorort von santiago. Ein nettes museum und wunderschoene ausblicke auf die karibische steilkueste mit der sierra maestra im hintergrund.
Der rueckweg dauerte laenger: zweieinhalb stunden haben wir gewartet. Das war ein wenig unsere schuld, weil wir einen bus fahren liessen – aus unsicherheit. dann kamen wieder die ultimo-fragen. Wir haben einfach nicht geantwortet. Aber als dann endlich der bus kam -haben sich alle der reihe nach eingeordnet. Und wir hatten angst als touristInnen einfach stehen gelassen zu werden. Aber gefehlt: wir wurden an den anfang der schlange durchgereicht! Ich war sehr beeindruckt von der disziplin der leute und dem gerechtigkeitsempfinden. Das entschaedigte uns nicht nur fuer die wartezeit, sondern auch fuer die letzten 2 wochen. Wo wir von den cuc-jaegern immer genervt wurden.
Am meisten habe ich mich gefreut, einfach mal 2 stunden von diesen geldjaegern in ruhe gelassen worden zu sein.
Wir stossen mit Rum an. Feiert schoen und singt kraeftig!
Heute waren wir im ehemaligen Hauptquartier von Fidel und Che in der Sierra Maestra. Gleich vorweg: entgegen aller revolutionaeren Romantik – Fidel hatte als Chef ein eigenes Haus und eine eigene Kueche. Soviel Gleichheit gab es also nicht.
Wir waren mit zwei italienischen Revo-Fans und dem oblgatorischen Guide unterwegs. Die Italiener hatten alles ueber die cubanische Revolution und saemtliche Tagebuecher saemtlicher Revolutionshelden gelesen. Sie haetten eigentlich keinen Guide gebraucht und hatten glueckliche Gesichter bis wir sie nach Berlusconi fragten. Das Hauptquartier waren ein paar Huetten im Busch und eine Radiostation auf dem Berg inmitten einer bezaubernden Landschaft.
Kubanische Kommunikation:
Uns ist aufgefallen, dass viele CubanerInnen auf spezielle Art mit TouristInnen kommunizieren:
- sehr laut und ueber die Strasse hinweg „Hey, my friend, where are you from, alles klar, taxi? Habana? Santiago?“
- sehr leise von hinten: „Cigars?“
- VerkaeuferInnen oder Busfahrer, die viel mit TouristInnen zu tun haben, benutzen 0ft die Zeichensprache, auch wenn wir versuchen mit ihnen spanisch zu sprechen. am beliebtsten ist dabei der verneinende Zeigefinger. Mensch kommt sich wie ein kleines Kind vor.
- Pfeifen, Zischen wird haeufig benutzt von security, Polizei oder KellnerInnen, wenn du die falsche Tuer benutzt oder dich an den falschen Tisch setzen willst. Diese Ansprache muessen auch CubanerInnen erdulden.
Die meisen CubanerInnen jedoch sprechen spanisch mit uns oder versuchen ihr weniges englisch.
Bayamo liegt im westen des landes vor den bergen der sierra maestro. Dorthin werden wir morgen fuer recht viel geld gefahren. Wir werden das ehemalige hauptquartier von fidel und che besuchen. Es liegt mitten im busch und wurde kurz nach der landung der granma errichtet. Mensch muss dorthin, weil es fuer die eintragung ins grosse revolutionstagebuch notwendig ist. Damit liegen wir uneinholbar vorn …
Zur umfrage:
Richtig war jose marti
Sieger ist * m * Herzlichen glueckwunsch.
Der preis: Ein 3 peso schein mit dem bildnis von che
Trinidad ist eine kleine von der unesco gefoerderte kolonialstadt und ziemlich touristisch. leider konnten wir uns die letzten tage nicht so viel ansehen, weil ein hurrican sich angekuendigt hatte.
Paloma sollte am wochenende ueber das zentrum kubas hinwegfegen. So gab es ab freitag nur noch vereinzelt bier zu kaufen und auch die museen schlossen vorsorglich. Die kubanerinnen sassen vor den fernsehern. Gluecklicherweise drifftete er nach osten ab und war wohl dort auch nicht so schlimm. Hier gabs nur einen kurzen schauer. Bier gibts wieder, die museen haben immer noch geschlossen – ein freies wochenende fuer die angestellten.
Die umfrage zum thema denkmaeler ist noch nicht beendet. Auch wenn „m“ drei antworten gegeben hat, ist er/sie nicht automatisch gewinnerIn! Also noch ist alles offen!



