Nachdem wir vor ca. einem jahr zum hinduismus uebergetreten sind siehe hier, war es zeit fuer einen religionswechsel. Jeden sonntag ist in harlem gospelgottesdienst. Mit mehreren hundert anderen touristen haben wir uns an eine der vielen kirchen angestellt. Nachdem wir versichert hatten, dass wir auch bis zum schluss bleiben werden, bekamen wir einen platz in der zweiten reihe. Es war, wie mensch es aus den filmen kennt. Ich war allerdings doch ueberrascht, wie alles durchorganisiert wurde. Eben eine show. Fast alle >echten< kirchenbesucher hatten aufgaben: ministranten, saengerinnen, musiker, platzanweiserinnen. Der rest der leute war touristIn. Es gab blues und gospel und eine markerschuetternde predigt. Nach zwei stunden aufstehen,setzen, schunkeln, klatschen und haendeschuetteln gab es oblaten und wein. Das habe ich nicht genommen.
Insgesamt aber die bessere musik, aber auch so stark ritualisiert, wie der hinduismus.
Am nachmittag waren wir dann noch in brooklyn und haben uns wieder die skyline von manhattan angeschaut. Das ist fuer mich wohl die schoenste Sight von new york.
Abends sind wir ans ende von brooklyn gefahren um griechisch zu essen. Das war sehr fettig und hat nicht geschmeckt. Aber zu hause fahren wir ja auch oefter nach kw, weil es da einen teuren aber schlechten china-imbiss gibt.
@ die alten in berlin: Ein deli ist ein grosser imbiss mit sehr reichhaltigem angebot. Es gibt z.B. indisch, chinesisch bufet, hamburger, salat und breakfast.
Inzwischen haben wir hier einige staetten der gentrification besucht. Unter anderem waren wir in der christopher street (day)und in einem park in dem vor 20 jahren hausbesetzer strasenschlachten mit der polizei verloren haben. Als wir da waren, waren ein paar punks da und rundherum noch viel mehr bullen. Es kam zu keiner schlacht …. Also sind wir in eine der netten kneipen am rand des parks gegangen. Wie in berlin eben…
Dort gab es auch noch einen comunity garden zu besichtigen. Das sind kleine parks die zwischen haeuserluecken entstanden. Sie haben auch schon eine ueber 20jaehrige geschichte – in den 70ern besetzt. Beeindruckend ist, dass sie in einer stadt wie new york, wo jeder quadratcentimeter mehrere dollars wert ist, boden dem kapital entzogen haben. Aber eben nun schon etabliert und teil des tourismusgeschaefts.
Birgit und ich sind uns einig, dass mensch nyc nicht in einer woche entdecken kann. Sicher gibts in der bronx oder anderswo interessanteres zu entdecken, aber das steht nicht im lonely planet.
Deshalb ist es manchmal beser zu den etablierten sights zu gehen. Immens beeindruckend war das rockefeller center bzw. der blick von dort oben auf new york. Nun haben wir noch 2 tage und die qual der wahl. karten fuer die moma haben wir schon.
Noch etwas zu den preisen. Wenn du wie wir teure eintrittspreise gering haeltst, ist die stadt sehr preiswert: fahrpreise und billig essen.
Gestern haben wir zwei grosse polizisten in unserem spaeti an der ecke getroffen: >Be carefull< sagte der eine zu uns, erschreckt sahen birgit und ich uns an, >with your bags<. Noch mal glueck gehabt!
Hier ist es auch unertraeglich heiss. Wir schleppen uns durch die gegend.
Gestern waren wir in downtown manhattan das ist das gebiet mit den wolkenkratzern. Natuerlich haben wir uns auch ground zero angesehen. Das war schon beeindruckend wie dort ein ein riesiges stueck inmitten der wolkenkratzer wie herausgebissen ist.
Am nachmittag sind wir mit der kostenlosen faehre nach staten island – nur um die skyline von manhattan zu geniessen. Es war aber etwas diesig.
Abends dann chinesisch sehr preiswert essen und anschliessend durch harlem zurueck. Wir hatten keine Angst!!
Heute sind wir noch mal nach downtown und haben eine kostenlose fuehrung mitgemacht. Die war sehr langweilig und schwer zu verstehen. Haben dann zum ersten mal einen >deli< ausprobiert – sehr lecker.
Am nachmittag haben wir uns bei grosser schwuele durch den centralpark geschleppet und dann den fehler gemacht noch nach chinatown zu fahren. Das war uns dann doch zu quirlig und wir sind die lange u-bahnfahrt zurueck nach haus in unser harlem.
Hier sind wenigstens die hydranten aufgedreht und das bier ist eiskalt.
In diesem sinne…
@die alten in berlin – eure nachricht ist hier eingetroffen, hoffentlich klappts bald mit e-mail
Wir sind hier gestern abend sicher gelandet.
Nach einem netten und etwas traurigen abschied haben wir uns also fuer ein jahr auf den weg gemacht. Mal sehen, ob alles gut geht.
Der erste flug nach london war etwas wacklig, dafuer gabs die besten sandwiches for ever. Die drei stunden heathrow vergingen schnell. Danach flogen wir mit einer viel groesseren maschine direkt nach new york. Ich habe fast drei filme gesehen, von denen ich jetzt schon nicht mehr weiss wovon sie gehandelt haben. Ausserdem gabs alkohol nur gegen 6$ aufpreis – das habe ich mir dann gekniffen.
In ny ging auch alles glatt, obwohl wir beim geld holen und tickets kaufen doch leichte schwierigkeiten hatten. Insgeamt haben wir dadurch vom flughafen bis hierher 3 stunden gebraucht. NY soll sich ja sehr veraendert haben, aber als wir hier an der 110.street ausgestiegen sind, wars doch recht slumig (ist doch schon fast harlem). Aber mehr kann ich jetzt noch nicht sagen, denn wir sind hier gleich ins bett gefallen (d.h. nach zwei bieren aus dem hiesigen spaeti) .
Unser hotel ist sehr preiswert fuer ny (50$ im doppelzimer die nacht), sieht aber auch so aus. Aber es gibt freies internet.