Archiv der Kategorie 'Peru'

Lima 10.6.09

Wieder lima!
Auf dem weg nach guatemala machen wir wieder zwischenstation bei sylvia. Eine entspannungspause bevor wir viele stunden im flugzeug und auf flughäfen rumsitzen.
Peru macht internationale schlagzeilen. Am letzten wochenende wurden über 30 protestierende indigena von der polizei erschossen. Indigena sind hier eben nicht viel wert. Ihr friedlicher protest störte die vermarktung der resourcen des urwaldes.
Aber (als reaktion) haben sie sich gewehrt und so gibt es auch tote polizisten.
Mich wundert (gar nicht), dass die demokratische weltöffentlichkeit so wenig notiz davon nimmt.
Es gab/gibt eine nachrichtensperre: aber genauere informationen findet ihr hier.


und hier folgend:


es gibt auch einen taz – artikel:

und natürlich auch bei amerika 21

Wir zahlen nicht für eure Krise!


Statistik

Reisetage:119
Blogeinträge: 78
Buskilometer: ca. 5 000
Schiff: ca. 200km
verschiedene Betten: 30, 6 mal Schlafsack und 1 Hängematte
höchster (erlaufener) Punkt: 4200m (Anden)
tiefster Punkt: 2m unter Meeresspiegel getaucht (Karibik)
Bier: …. (das traue ich mich nicht zu schreiben)
Rumflaschen: 3
Mojitos: ca. 10
Pisco Sour: 5
überraschend billig: Essen in Peru (1,00€), Busfahrt in Kuba (0,01€)
unsagbar teuer: Internet in Kuba (6,00€ die Stunde),
schönste Sehenswürdigkeit: zu viele – Z.B. Rockefellercenter in N.Y., Inkatrail in Peru, Fidels Hauptquartier in Kuba
enttäuschendste Sehenswürdigkeit: Trinidad in Kuba
Krankheiten: Höhenkrankheit, Dünnschiss
erinnerungsträchtiges Essen: Meerschweinbraten (Peru), Reis mit Bohnen (Kuba)

Lima 20.11.08

Wieder in lima. Hier ist gerade das gipfeltreffen der apec statt. Die stadt ist voller polizei und die hotels und regierungsgebaeude sind abgesperrt. Wie uns der taxifahrer erzaehlte, gibts keine angst vor protesten in der stadt. Vielmehr fuerchtet mensch den internationalen terrorismus. Schade!
Ueberhaupt war unser taxifahrer sehr politisch interessiert. Er wollte wissen, warum es in der brd immer mehr nazi gibt. Ich muss ehrlich sagen, so richtig weiss ich immer noch nicht warum. Ausserdem ist mein spanisch so schwach, wie das englisch des taxifahrers. So hat er uns lieber von den deutschen comunities in suedamerika erzaehlt und das viele nazis nach dem krieg hierher kamen. Aber da wussten wir drei auch warum!
Die weiteren plaene:
morgen: mal richtig ausschlafen :-)
uebermorgen: trip in die naehe von lima
montag: fahrt an die chilenische grenze
naechste woche: fahrt durch chile mit zwischenstops
1.12.: santiago de chile
2.12.: treffen mit t.
Casas particularis in Cuba
Casas particularis sind familiengefuehrte pensionen in cuba. Und neben den viazul-bussen eine angenehme und sehr erleichternde sache. Fast ausnahmslos haben wir freundliche gastgeberinnen ( immer frauen) erlebt. Du bekommst ein wenig einblick in die privatsphaere von kubanerInnen. Natuerlich sind es meist leute denen es besser geht. Sie haben schoene haeuser (85% aller kubenerInnen besitzen ihre wohnungen) und verdienen mit der vermietung natuerlich CUC. Wir haben neben der uebernachtung auch immer fruehstueck und abendbrot bekommen. Dabei waren unsere gastgeberInnen immer sehr ehrgeizig. Es gab ein mehrgaengiges abendbrot. Und da die haelfte unserer reisegruppe vegetarisch lebt und isst, war das essen auch immer eine herausforderung fuer die koechin. Nach dem hurrican war die obst und gemueseversorgung zusammengebrochen, da der sturm alles vernichtet hatte. So konnten wir in den casas miterleben, wie nach und nach wieder etwas gruenes auf den tisch kam. Birgit bekam zunaechts immer nur eier und soja. Da in kuba alles schneller waechst, waren nach 3 wochen mangold, dann radies und spaeter die gurken reif. Was wir dann auch als salat bekamen. Zum schluss gabs sogar wieder tomaten, bananen und mandarinen.
Bequem war fuer uns auch, dass wir von stadt zu stadt und damit von casa zu casa weitergereicht wurden.
Wir haben grosse haeuser mit kolonialen chick erlebt, aber auch viel selbstgezimmertes und fuer unsere verhaeltnisse einfache behausungen.
Unangenehm war nur, dass eigenartiger weise die preise fuer das essen nie ganz klar waren. So wussten wir nicht, ob der kaffee, den wir gerade angeboten bekamen was kostet oder nichts. Das hat uns immer ganz schoen belastet. Und war mit unserem geiz schwer vereinbar.

Und das ist der Preis

Gewonnen hat: im *moment* vorbei (bitte melde dich)
Ein Bierflaschentragehalter im Inkalook fuer den Prenzlauer Berg!
Der absolute Hingucker! Herzlichen Glueckwunsch. Der Preis kommt im November nach Berlin.

Flaschenhalter

Flaschenhalter

Wir hatten gestern ueber 50 Klicks!

Umfrage Nr. 2

Leider ging in den letzten tagen die anzahl der lesreInnen zurueck. Aus diesem grund haben wir uns schweren herzens entschlossen ein preisauschreiben zu veranstalten. Also:
Was ist „perro caliente“ ?
Diejenige / derjenige mit der ersten richtigen antwort erhaelt einen wertvollen peruanischen preis.

Lima 8.10.08

Buerokratie
Fall1
Heute wollten wir zum kubanischen konsulat. Aber wir sind nur bis zur sprechanlage vorgedrungen. Dort wurde uns im schnellst moeglichen spanisch erklaert, dass das „system“ kaputt ist (ich nehme an die frau meinte das computersystem) und es deshalb keine „tarjeta de turista“ gibt. Wir sollen in ein reisebuero gehen, sie empfahl zwei. Oder einen moment warten. Wir standen eine halbe stunde mit einem peruanischen Ehepaar vor der tuer auf der strasse. Dann hat birgit wieder geklingelt und sich ueber die unfreundlichkeit beschwert, uns vor der tuer stehen zu lassen. Wir sollten wieder warten. Nach einer dreiviertel stunde hat die peruanerin verlangt, den konsul zu sprechen. Wir standen immer noch vor der tuer. Wir sind nach einer stunde gegangen. Heute ist hier ein feiertag, deshalb hatte eins der empfohlenen reisebueros zu. Bei dem anderen haben die angestellten den freien tag genutzt, um das haus abzureissen und eine bauruine zu hinterlassen. Morgen muessen wir um 12.00 uhr auf dem flugplatz sein Also keine panik. Wir werden morgen frueh mal wieder vorbeischauen.
Fall 2
Als wir auf unserer hinreise in miami nicht durch die passkontrolle mussten, haben wir uns gewundert. Uns fehlt auf der gruenen karte der ausreisestempel. Nun haben wir von anderen reisenden erfahren, dass das zu grossen problemen bei einer erneuten einreise in die usa kommen kann. Die vereinigten staaten denken dann naemlich, dass wir uns immer noch illegal im land aufhalten und wundern sich, dass wir ploetzlich von ausserhalb kommen. Denen ihr problem dachte ich bisher, aber gefehlt. Jetzt haben wir uns die green card mal genauer angeschaut. darauf steht, dass wir fuer alles selbst verantwortlich sind, was mit der karte passiert. Die nette dame von american airlines (das sind die anderen buerokraten) gab uns einen vordruck, der ausfuehrlich erklaert was in unserm fall zu tun ist.
1. den gesamten pass kopieren
2. beweisstuecke suchen, die klar machen, dass mensch sich gerade nicht in den usa aufhaelt
3. persoenliche erklaerung/entschuldigung, wie das nur passieren konnte
4. alles, und die gruene karte in einen briefumschlag
5. als einschreiben abschicken (wohl gemerkt heute ist ein feiertag, die post hat zu)
6. die usa wird auf keinen fall antworten
Wir fanden zum glueck eine post, die offen war. Bei unserer naechsten einreise werden wir sehen, ob die vereinigten staaten mit der entschuldigung fuer unser fehlverhalten einverstanden war.

Lima 7.10.08

Wieder in lima, die laute und hektische stadt. Und das schoenste: american airlines hat doch noch einen flug gefunden, der erst am 29.7.09 in berlin landet. Allen, die uns ihre wohnung und ihr ehebett angeboten haben, falls wir eher zurueck gemusst haetten – vielen dank. Vielleicht werden wir spaeter mal darauf zurueckkommen.
Wir waren so begeistert, dass wir noch mal 50€ draufgelegt haben und einen einwoechigen stopover in miami einlegen werden. Wollen doch mal sehen was die alten castro-gegner machen.
Morgen muessen wir noch zum kubanischen konsulat hier und ein visum kaufen. Ausserdem wollen wir noch ueber unseren staatsempfang in habana reden.

Arequipa 6.10.2008

Die letzten drei tage waren wir im colca-tal. Das ist der angeblich tiefste canon der welt. An einer stelle soll er ueber 3000m tief sein. Wir waren nur ca. 1500m tief. Diesmal hatten wir eine nette teamfaehige gruppe von insgesamt 7 leuten 1 italocanandisches paerchen, ein oesterreichisches paerchen, eine muensteranerin, ein peruanischer guide und wir. Fast alle waren schon seit monaten auf weltreise und so haben wir uns viel ueber preise in japan, berge in neuseeland, autokauf in australien, straende in mittelamerika und die kriminalitaet in quito unterhalten. Ist schon komisch. Aber es war sehr nett und entspannend.
Auch das colca-tal fanden wir beeindruckend. Am ersten tag sind wir runtergelaufen, dabei haben wir ein paar condore gesehen. Na ja- adler eben. Im tal haben wir wieder einmal bei einer einheimischen familie uebernachtet. Das ist fast wie eine pension, nur viel viel einfacher. Ich habe zum ersten mal in einem haus geschlafen, wo der fussboden aus festgetretenen lehm bestand. Alles sehr staubig. Gekocht wurde am offenen feuer, die meerschwein rannten ueberall herum – gegessen haben wir diesmal aber keine.
Die Kueche auf dem Bauernhof
Das 6 jaehrige maedchen musste am sonntagmorgen seine hausaufgaben machen – 5 seiten schreibuebungen. Nebenbei hat sie noch auf ihren juengeren bruder aufgepasst und die zimmer gefegt. Lesen konnte sie noch nicht richtig.
Wir sind weiter zu einer oase im tal. Dort gab es einen swimmingpool. Wir haben ausgiebig gebadet und hatten um uns die gold-scheinenden Klippen.
Swimmingpool
Am nachmittag haben wir uns dann aufgemacht 1200m steil anzusteigen. Alle waren so motiviert, dass wir schon nach 2 1/2 stunden oben waren. Ich war voellig durchgeschwitzt.
Colca Tal
(Hier sieht mensch deutlich den Weg, den wir steigen mussten)Im oberen dorf haben wir noch eine nacht verbracht und sind dann heute heute nachmittag zurueck.
Heute nacht fahren wir nach lima.
Am 9.10. geht unser flug nach habana. Dort bleiben wir fuenf tage. Am 15. oktober gehts nach pinar del rio – 3 wochen im botanischen garten arbeiten. Bis zum 20.11. bleiben wir in kuba. Sicherlich wird es dort viel schwieriger mit der internetkommunikation (teurer und ev. unzuverlaessiger). Trotzdem werde ich versuchen so oft wie moeglich zu schreiben. Auch die mails werde wir hoffentlich lesen koennen.
Wir koennen aber noch auf alle faelle in lima ins internet. Also wenn ihr noch mal schreiben wollt….?

Arequipa 3.10.08

Unsere tage in lima sind gezaehlt. Zeit fuer kleine auswertungen.
Mit Sicherheit in Peru

In peru ist sicherheit ein wert, der bezahlt werden muss. Nur die zahlenmaessig kleine mittel- und oberschicht koennen sie sich leisten – beim wohnen, im restaurant, auf reisen.
Dass es abgeriegelt und bewachte wohngebiete gibt, wissen vielleicht einige von euch. Aber habt ihr gewusst, dass es hier mauern mit stacheldraht vor den schicken haeusern gibt, durch die elektrischer strom fliesst?
Peruaner sind an sich sehr klein, aber die privaten securities die vor den upmarket bars stehen, sind wahre riesen.
Wir sind bisher zwei Mal beim einsteigen in den bus gefilmt worden. Ihr muesst euch vorstellen, jemand haelt die kamera mehrere sekunden direkt in euer gesicht. Auf meine frage: „warum?“ Antwort: „segure“ Versteht das nicht falsch, die kamera war zu unserer sicherheit da. Vielleicht um terroristen im bus identifizieren zu koennen?
Strassensperren gab es vor allem in den bergen. Sie waren harmlos, aber maschinengewehre sieht mensch hier haeufig.